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Abiturient 2016

Neun Monate ist es her, dass ich in der alten Aula unseres Schiller-Gymnasiums mein Abiturzeugnis und den Schulvorschlag für die Studienstiftung des deutschen Volkes in Empfang nehmen durfte. Das war ein toller Abschluss meiner recht kurzen Schulzeit am FSG.

Bis zur 9. Klasse habe ich ein Gymnasium in Niedersachsen besucht, mit dem Umzug meiner Familie nach Weimar stand nun auch für mich ein Schulwechsel an. Das naturwissenschaftlich ausgerichtete Schillergymnasium wurde mir empfohlen, also meldete ich mich hier an, um meine letzten drei Schuljahre zu absolvieren. Dass ich diese Entscheidung nie bereut habe, liegt vor allen Dingen daran, dass am FSG meine außerschulischen Aktivitäten sehr gefördert wurden. Mir macht es Spaß, mich in Wettbewerben mit anderen zu messen und so nahm ich jährlich an Wettbewerben wie Jugend debattiert, Mathematik- und Physikolympiade, Sächsisches Jugendredeforum oder dem Thüringer Lateinwettbewerb teil. Insbesondere die Erfahrungen im Rahmen von Jugend debattiert haben mich dabei ungemein bereichert. Hier waren analytisches Denken, Sprachgefühl und Überzeugungskraft gefragt. Die Fähigkeiten, die ich während der vielen Debattenrunden, zuletzt im Bundesausscheid in Berlin, gelernt und trainiert habe, empfinde ich als ungemein hilfreich fürs Studium und die weitere Berufslaufbahn.

Neben meinen außerschulischen Aktivitäten bin ich ebenfalls dankbar dafür, dass mir das FSG mein Auslandsjahr in der Oberstufe zwischen der 11. und 12. Klasse ermöglicht hat. Das ist durchaus kein typischer Zeitpunkt für ein Auslandsjahr, der sich aber für mich einmal ergeben hatte, und ich rechne es den Oberstufenkoordinatoren hoch an, dass sie trotz des Kurssystems der Oberstufe einen Weg gefunden haben, dass ich ein Jahr an einer Highschool im Bundesstaat Maine (USA) verbringen konnte. Nach meiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten habe ich dann die 12. Klasse absolviert und mein Abitur im Frühjahr 2016 erfolgreich abgeschlossen.

Im Herbst 2016 habe ich mein Maschinenbaustudium an der TU Dresden begonnen. Parallel dazu lief das Bewerbungsverfahren für die Studienstiftung des deutschen Volkes. Auf dem Auswahlwochenende bei Leipzig habe ich meinen Vortrag über das „Containern“, also die Entnahme von Lebensmitteln aus den Abfallcontainern unserer Supermärkte, gehalten, weil mich die riesige Lebensmittelverschwendung in unserer Gesellschaft beschäftigt.

Zwei Wochen nach dem Auswahlseminar erhielt ich schließlich die Zusage der Studienstiftung über meine Förderung. Vor einem Monat habe ich mein erstes Wochenendseminar besucht, das Thema war „Zeit- und Selbstmanagement“.

Ich empfinde die Förderung durch die Studienstiftung als eine große Bereicherung, da mir mit Workshops, Seminaren, geförderten Auslandsaufenthalten, etc. fantastische Möglichkeiten geboten werden, mich weiter zu entwickeln und zu lernen. Dabei war es auch nicht schlimm, als ich im Verlauf des letzten Semesters festgestellt habe, dass Maschinenbau doch nicht das Richtige für mich ist. Ich habe meine Studium in Dresden abgebrochen und werde jetzt im April anfangen, in Jena Jura zu studieren. Die Förderung durch die Studienstiftung wird mir dabei erhalten bleiben.

Gregor Gindlin, 13.03.2017

       

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