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Abiturient 2015

Es war ein besonderer Moment, als ich zusammen mit meinem Abitur-Zeugnis noch den Vorschlag unserer Schule für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes erhalten habe. Jedes Jahr werden ausgezeichnete Schüler, die sowohl mit ihren akademischen Leistungen wie auch sozialem Engagement und besonderen Begabungen herausstechen, von ihren Schulen für die Stiftung empfohlen. Während der Schulzeit konnte ich meine eigenen Interessen besonders bei den Wettbewerben „Jugend forscht“ (Thema: Der genetische Polymorphismus des HI-Virus) und „Jugend trainiert für Olympia“ (Bundesfinale Triathlon) verfolgen.

Nach der Einsendung eines ausformulierten Lebenslaufes, zusammen mit einem ausgefüllten Fragebogen, wurde ich zu einem Auswahlwochenende nach Lauenburg an der Elbe eingeladen. Dort traf ich statt auf die erwartete elitäre Konkurrenz, auf Kollegialität und erfrischende Intellektualität zahlreicher Mitbewerber, die dieses Wochenende unvergesslich machten. Der Ablauf bestand lediglich aus zwei Einzelgesprächen und fünf Vorträgen mit Diskussion, wobei jedes Gruppenmitglied einen solchen zu halten hatte. Ich entschied mich nach reiflichen Überlegungen den Vortrag der Thematik „Mikroaggressionen im zeitgenössischen Diskurs“ zu widmen und damit auf die entstehenden Konflikte der Kategorisierung durch marginalisierte Gruppen hinzuweisen.

In den Einzelgesprächen wurde intensiv auf den eigenen Lebenslauf eingegangen, aber auch grundlegende philosophische Fragestellungen und sprunghafte Wechsel in andere Sprachen mussten souverän erörtert werden. Auch wenn derartige Auswahlseminare nicht jeden in der Stiftung willkommen heißen können, so haben sie mir eine fortwährende Gemeinschaft gegeben, die ich sonst an meinem Studienort nicht in einem solch diversen Ausmaß hätte finden können.

Deshalb kann ich mich gar nicht genug bedanken für die Unterstützung, die ich während meiner Schulzeit erhalten habe und welche meine heutigen Leistungen erst möglich  gemacht hat. Ich hoffe, dass auch ihr, die heutigen Schüler des Schiller-Gymnasiums alle Möglichkeiten nutzt die euch angeboten werden und ihr niemals eure eigenen Interessen aus den Augen verliert.

Janik Riese im Februar 2017

       

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