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partielle Sonnenfinsternis am 4. Januar 2011

Es ist einer der Tage, auf den Amateurastronomen immer ein paar Jahre warten müssen; es ist der 4. Januar und eine partielle Sonnenfinsternis sollte die Beobachter gleich zu Anfang des Jahres erfreuen.

Voller Optimismus und Erwartungen fanden sich viele Mitglieder der Astronomie AG und Uwe Schröter, Leiter der AG, bereits 7.45Uhr in der Schulsternwarte ein, denn die Sonne würde bereits 8.17Uhr verfinstert aufgehen. wären da nicht die vielen Wolken.

Es war kurz vor halb neun als die letzten Instrumente aufgebaut waren und alle Blicke gen Osten gerichtet, wo die Sonne das erste Mal aus einer Wolkenlücke hervorzubrechen drohte.

8.38Uhr war es, als sich die Sonne das erste Mal zeigte. Hektisch wurden die Finsternisbrillen gezückt, die Teleskope ausgerichtet und die Kameras bereit gemacht. Das Objekt der Begierde war zwar immer noch teilweise von Wolken verdeckt, aber die Begeisterung war groß.

Mittlerweile traf auch die erste Klasse in Begleitung von Frau Kranich ein, gewillt die bereits deutlich verfinsterte Sonne zu beobachten. Ungnädigerweise, wie das Wetter sich an diesem Tag leider generell gestaltete, war es währenddessen stark bewölkt.

Im Verlaufe des Tages trafen jedoch weiter Klassen auf dem Dach ein, die jedoch selten die Gelegenheit hatten, einen Blick auf die Sonne zu werfen.

Trost konnte man 8.55Uhr finden, als sich eine Nebensonne zeigte, ein seltenes atmosphärisches Phänomen, das sich nur bei sehr ruhiger Luft zeigt und durch die Brechung des Sonnenlichts in sechseckigen Eiskristallen hervorgerufen wird.

Rechtzeitig vor dem Maximum traf auch Herr Koch ein, der zusätzlich noch das spezielle Sonnenteleskop der Schule mitbrachte. Leider vergebens, denn 9.22Uhr, zum Maximum, als die Sonne zu 71,6% in Weimar verfinstert war es, wie man erwartet, bewölkt.

Bis sich 9.57Uhr die Sonne wieder zeigte, hatten wir viel Besuch. Unter anderem fand sich Frau Streipart mehrmals mit ihren Klassen ein. Herr Paulig, Frau Fischer-Salzwedel und Frau Reinelt zeigten sich auch interessiert, teilweise ebenfalls in Begleitung ihrer Klassen.

Die maximale Bedeckung hatten wir zwar lange hinter uns, dennoch war es die größte Verfinsterung, die wir dieses Mal beobachten konnten.

Erst Kurz vor Ende der Finsternis, 10.47Uhr, war es klar genug um den Austritt des Mondes zu beobachten. Sogar einer der in letzter Zeit eher seltenen Sonneflecken zeigte sich dabei.

Nach diesem, trotz Wolken, größtenteils erfolgreichen Tag, ist Geduld gefragt, bis zur nächsten Sonnenfinsternis, die erst 2015 stattfinden wird, dann aber immerhin mit 1,5% mehr Bedeckung. Die Wartezeit kann jedoch mit der diesjährigen totalen Mondfinsternis am 15.6.2011 überbrückt werden.  

erste Sichtbarkeit
kurz nach dem Maximum
Ende der Sonnefinsternis

       

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