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Erik Hebestreit über die Studienstiftung des deutschen Volkes und sein Studium

10 Jahre ist es her, dass ich im Jahr 2000 an das Friedrich-Schiller-Gymnasium gekommen bin.
Warum ich damals gerade an diese Schule wollte? Beim Tag der offenen Tür hatte es mir in der Schule mit der eigenen Sternwarte und den spannenden Experimenten im Physik- und Chemie-Kabinett als Viertklässler besonders gefallen. Und jetzt, ein Jahrzehnt später, bin ich in Jena an der Universität und höre mir Vorlesungen über Quantenmechanik, Laser-Physik und Optik an.

Ein Hauptgrund für diese Entwicklung liegt natürlich in der Schule.
Mit 14 bin ich in die Astronomie-AG eingestiegen und zum Ende meiner Schullaufbahn war ich in der Physik-AG der Schule. Außerdem war ich immer wieder bei den Physik- und Mathematikolympiaden dabei. Nicht zuletzt hat auch der Unterricht am FSG mein Interesse an den Naturwissenschaften gesteigert.

Schließlich habe ich dann in meinen Leistungsfächern Physik und Mathematik das Abitur geschrieben. Ein wahnsinnig tolles Gefühl, bei der Zeugnisausgabe sein Abiturzeugnis überreicht zu bekommen und danach aus der Schule zu gehen, mit dem Gedanken "so ... jetzt sind also die 12 Jahre Schule rum". Da war ich schon etwas stolz, mich nun Abiturient und bald darauf Student nennen zu dürfen.

Ich erfuhr an diesem Tag außerdem, dass ich von der Schule für die Aufnahme in die "Studienstiftung des deutschen Volkes" vorgeschlagen wurde.
So nahm ich einige Monate später an einem Wochenend-Auswahlseminar teil und bekam wenig später Bescheid, dass ich in die Studienstiftung aufgenommen wurde.
Neben der finanziellen Unterstützung wird einem hier noch viel mehr geboten. Am interessantesten für mich ist der monatliche Stammtisch der Jenaer Studienstiftler, bei dem man sich über verschiedenste Sachen austauschen kann.
Außerdem kann man an Sommerakademien und wissenschaftlichen Kollegs teilnehmen oder geförderte Sprachreisen unternehmen. Auch Auslandsaufenthalte, zum Beispiel ein Auslands-Studiensemester, werden unterstützt.
Für den Kontakt zur Studienstiftung hat man einen Ansprechpartner, den Vertrauensdozenten, an der Universität, mit dem man über sein Studium und seine Ziele sprechen und sich in vielen Fragen Hilfe holen kann.

Somit war ich gerüstet, das zu tun, was ich mir schon mehrere Jahre lang vorgenommen hatte ... und zwar mit dem Physik-Studium in Jena zu beginnen.
Inzwischen bin ich im vierten Semester und habe meine Entscheidung bis heute nicht bereut. Auch wenn ein Studium wesentlich anstrengender und zeitintensiver ist als der Schulalltag, so ist es für mich trotzdem das, was mich schon immer interessiert hat und mir wirklich Spaß macht.
Deswegen würde ich jedem empfehlen, nicht unbedingt nur das zu studieren, was aktuell die besten Jobaussichten verspricht, sondern gleichzeitig auch die eigenen Interessen zu berücksichtigen. Schließlich hat man dann sein gesamtes Arbeitsleben mit der Thematik zu tun.

Um mein Englisch aufzufrischen, wollte ich eigentlich in den kommenden Semesterferien einen Sprachkurs über der Studienstiftung in Südengland machen.
Diese Pläne haben sich jetzt allerdings geändert. Mit Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) habe ich einen Praktikumsplatz in Boulder/Colorado bekommen und werde im Sommer für 3 Monate dorthin fliegen. Hier habe ich die Möglichkeit, mich an der Universität of Colorado mit Nanooptik (Nahfeldmikroskopie und Ultrakurzzeitspektroskopie) zu beschäftigen.
Auch Hinweise zu solchen Fördermöglichkeiten erhält man über die Studienstiftung.

Auf jeden Fall kann ich sagen, dass mich unsere Schule sehr gut auf das Studium und das Leben vorbereitet hat. Die Mitgliedschaft in der Studienstiftung gibt mir außerdem noch guten Rückenwind, sodass ich mich ganz auf mein Studium konzentrieren kann.

Also strengt Euch an! Es lohnt sich wirklich, ein gutes Abitur abzulegen.

Erik Hebestreit

24.05.2010

       

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