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Berichte von der Projektwoche

Vor zwei Wochen hatte vor allem Frau Holz viele schlaflose Nächte, wenn sie an die Premiere unseres Theaterstückes dachte. Wir hatten noch so viel zu tun!!!
Da kam die Projektwoche des FSG, welche wegen des 250. Geburtstages von Friedrich Schiller stattfand, sehr gelegen. Eine Woche Theater nonstop für alle AG-Mitglieder.
Am Montag trafen wir uns dementsprechend enthusiastisch gestimmt und wurden von einem seltsamen Geräusch begrüßt. Einerseits war das der Lärm aus der Aula, die zu unserem Verdruss wegen Bauarbeiten gesperrt war. Deshalb sind wir in den Mehrzweckraum (MZR) umgezogen. Aus eben diesem kam nun noch ein seltsames Geräusch. Jeder von uns war sehr überrascht, als er die Tür öffnete und einen der "darstellenden Künstler" den Teppich, der der Theatergruppe schon lange treue Dienste erwiesen hatte, indem er auf die Bühne gelegt worden war, saugen sah. Frau Walther, unsere stellvertretene Schulleiterin, hatte Frau Holz gefragt, ob sie ihr noch irgendwie helfen könne. So kamen wir zu unserem Staubsauger. Als alle da waren, begannen wir mit der üblichen Theatererwärmung. So sollten wir diesmal als Mensch einschlafen und uns dann beim Aufwachen wie ein Monster benehmen. Diese Übung war eine Vorbereitung auf die Räuberszene der "Bürgschaft", die bei unserer Schulszene eine große Rolle spielt. (Doch mehr will ich nicht verraten.)
Wir probten und verbesserten die Schulszene den ganzen Tag lang, bis wir um 13.00 Uhr endlich unseren wohlverdienten Nachmittag genießen durften.

Am Dienstag begannen wir wieder mit der Reinigung des Teppichs und wachten diesmal bei der Erwärmung als Touristen auf. Auch das war wieder Vorbereitung auf die bevorstehende Arbeit: Wir hatten viel Spaß, unsere Touristenszene zu spielen, doch es war auch sehr schwer und anstrengend, uns an alles zu erinnern was wir vor einigen Monaten entwickelt hatten.
Außerdem hatten wir mit einigen Problemen zu kämpfen, nicht nur, dass wir unsere Bühne in der Aula nicht nutzen konnten, nein, wir mussten uns den MZR auch noch mit einer Projektgruppe teilen, die diesen Raum verschönern wollte. So wichen wir teilweise auch auf unseren Schulhof aus und spielten "Theater Open Air".

Am folgenden Tag, Mittwoch, hatten wir Besuch. Frau Schild, unsere professionelle Hilfe in allen Theaterfragen kam, um mit uns "Willhelm Tell" aufnahmefertig zu machen. Wir hatten schon am Montag damit begonnen, unsere Kostüme zu vervollständigen und konnten seit Beginn der Projektwoche teilweise mit Kostümen spielen. Nach einer kurzen Erwärmung spielten wir 2-3 mal die dritte Szene aus "Tell", bis wir wieder von der MZR -Projektgruppe auf den Hof getrieben wurden. Dort fand unsere "Wilhelm Tell"-Premiere vor den ersten Probeaufnahmen statt. (Davon könnt ihr euch auch Fotos anschauen!) Zum Schluss zeigten wir Frau Schild nochmals unsere Ergebnisse von Tag 1 und Tag 2. Sie hat uns gelobt und noch ein paar letzte Anmerkungen gemacht. Danach durften wir endlich nach Hause gehen.

Charlotte


Am Donnerstag trafen wir uns alle im Kirschbachtal, ob nun mit dem Fahrrad oder dem Auto von Frau Dr. Schorcht - die uns bei den anstehenden Dreharbeiten zum "Wilhelm Tell" zur Seite standen. Niemand von uns hatte bisher vor einer Kamera gestanden, es war also etwas ganz Neues. Wir spielten die Szene so, wie wir es gewohnt waren - als wären wir auf der Bühne. Aber unter freiem Himmel ist dann doch einiges ganz anders - da flliegen Flugzeuge, rattern Eisenbahnen, stehen Grashalme im Weg. Texthänger und Stürze waren da das geringere Übel.
Den ganzen Tag machten wir uns mit dem Filmen vertraut, denn es waren ja "nur" die Probeaufnahmen! Völlig fertig ließen wir das Kirschbachtal hinter uns und ließen den Tag mit einem gemeinsamen Döneressen ausklingen.
 
Am Freitag nahmen wir uns vor, unsere Bürgschaftsszene zu Ende zu bringen. Geplant war eine Tanzchoreografie, und bei der Umsetzung war es sehr schwer, sich nicht an den Text zu halten. Wir wollten das Ganze nun einmal nicht illustrieren. Ideen wurden verworfen, neue entstanden, usw. ... doch am Ende des Tages stand schon die Überleitung mit den ersten paar Zeilen.
Ganz zum Schluss gab es noch ein Feedback: Werden wir bis zur Premiere fertig? Brauchen wir noch einen anstrengenden Probensamstag? Stellen wir unser Grundgerüst bis November auf die Beine?
Ihr werdet's sehen!
 
Jasmin Zimmer

       

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