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Liebe Schülerinnen und Schüler, Liebe Eltern, liebe Besucher,

obwohl, oder gerade weil wir an unserem Gymnasium ein naturwissenschaftlich - mathematisches Profil pflegen, legen wir darüber hinaus viel Wert auf die vielseitige Entwicklung unserer Kinder, wozu natürlich auch der Sport zählt.
Sowohl das breit gefächerte Angebot unseres Sportunterrichtes als auch die Teilnahme an fast allen in der Region angebotenen Schulwettkämpfen und die dort erzielten Erfolge unterstreichen diesen hohen Anspruch.
Um auch in Zukunft unseren Schülern eine optimale sportliche Förderung anbieten zu können, erarbeiteten wir unser Projekt  PRO  SPORT, das in Zusammenarbeit mit dem größten Sportverein Weimars, dem Hochschul-Sportverein der Bauhaus- Universität Weimar (HSV), und dem Friedrich- Schiller- Gymnasium Weimar realisiert wird und das wir Ihnen hier vorstellen.
In einem Kooperationsvertrag wurde jetzt die enge Zusammenarbeit besiegelt, die in der Praxis allerdings schon seit vielen Jahren besteht. Zahlreiche Schüler der Schiller- Schule waren seit jeher für die Farben des HSV, früher HSG, aktiv und feierten z.T. beachtliche Erfolge, wie auch Dr. Erhard Naake in der Chronik der Schule vermerkte. 
Im Projekt PRO SPORT bieten wir dazu den Schülerinnen und Schülern vor allem der Klassen 5 und 6 unseres Gymnasiums ein Spiel- und Übungsangebot am Freitag nach Unterrichtsschluss von ca. 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr an, das das Interesse der Kinder am Sporttreiben wecken und  fördern soll.
Wem das noch nicht reicht oder wer besonderes Interesse für eine spezielle Sportart entwickelt, der hat damit beste Voraussetzungen, in einer Trainingsgruppe des HSV noch intensiver zu trainieren.
Dass das schon prächtig funktioniert, zeigt das nebenstehende Bild aus diesem Schuljahr und die Seiten des www.hsv-weimar.de .

Carsten Blume
Sportlehrer

 

Grundsätze und Ziele des Projektes

Ausgehend von dem Gedanken, dass zwei starke Partner in Belangen des Sportes ihre ohnehin schon seit Jahrzehnten andauernden engen Beziehungen pflegen sollten (zahlreiche Sportler des HSV waren oder sind Schüler der Schiller- Schule), wurde diese Zusammenarbeit in Form einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem HSV und dem FSG im letzten Jahr von beiden Einrichtungen beschlossen und vom 1. Vorsitzenden des HSV, Herrn Dr. Müller, und dem Direktor des FSG, Herrn Etzhold, unterschrieben.

Hier einige wichtige Auszüge aus der Vereinbarung:

Die Kooperationsvereinbarung schließen zwei starke Partner, das FSG als eines der sportlich erfolgreichsten Gymnasien der Stadt und der HSV als einer der erfolgreichsten Weimarer Sportvereine und zugleich größter Sportverein der Stadt.

 Der obligatorische Schulsport und der Vereinssport sind die beiden wichtigsten Säulen des organisierten, fachlich qualifizierten und pädagogisch gelenkten Sporttreibens der Kinder und Jugendlichen. Im Idealfall ergänzen sich der für die allgemeine sportmotorische Grundlagenbildung aller Kinder und Jugendliche zuständige Sportunterricht und der stärker auf eine sportartspezifische Ausbildung gerichtete Vereinssport.

Die Zusammenarbeit basiert vor allem auf 

·         personellen Traditionen, denn viele Schüler/innen des FSG und ihre Eltern sind im Hochschulsportverein aktiv, einige Sportlehrer/innen des FSG waren bzw. sind als Übungsleiter in Abteilungen des Hochschulsportvereins tätig,

·         weitgehender Identifikation, was die Mischung aus breitensport- und leistungsorientierten Angeboten und Abteilungen sowie das Bemühen um hohe Qualität der sportlichen Ausbildung und den entfalteten Wettkampfbetrieb anbetrifft,

·         gegenseitiger Achtung, Wertschätzung und aus der Sicht des FSG zudem aus Dankbarkeit, weil Vertreter des Hochschulsportvereins e. V. Weimar zu den engagiertesten und letztendlich erfolgreichen Protagonisten bei der Durchsetzung und Realisierung des Baus der Asbachhalle, der modernen Heimstätte für den Sportunterricht des Schiller-Gymnasiums, zählten.

 

Grundsätze der Kooperationsvereinbarung

Die Kooperationsbeziehungen beruhen auf dem Prinzip der vertrauensvollen Zusammenarbeit. Die jeweiligen Ziele und Aufgaben der Partner sind dabei zu beachten.

Die gemeinsamen Bemühungen sind darauf gerichtet, bei den Kindern und Jugendlichen über den Schulsport hinaus, Interesse für den Sport als sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu wecken und eine regelmäßige sportliche Betätigung zu fördern.

Aus bildungs- und gesundheitspolitischer Sicht sollen möglichst viele Kinder und Jugendliche ab Klasse 5 zur regelmäßigen Übungs- und Wettkampfbetrieb im Verein gewonnen werden. Dazu ist es erforderlich, dass durch die Kooperation Hallenzeiten für das Sporttreiben unserer Schüler/innen gewonnen werden, da in der Asbachhalle keine ausreichenden Zeiten für die außerunterrichtliche Sportarbeit zur Verfügung stehen. Zudem wird durch das Potential an qualifizierten Übungsleitern und lizenzierten Trainern des Partnervereins eine qualifizierte, interessenspezifische Fortführung der motorischen Vervollkommnung der Schüler/innen erwartet.

 

Ziele und Aufgaben der Kooperationsvereinbarung

Grundsätzliche Ziele und Aufgaben sind:

·         Verbesserung und Erweiterung des freizeitorientierten Sportangebotes,

·         Beitrag zur Gesundheitsförderung und Gesundheitserhaltung,

·         vielseitige sportartübergreifende und sportartspezifische Grundausbildung,

·         Sicherung der Teilnahme am organisierten Training- und Wettkampfbetrieb,

·         Talentsichtung und Talentförderung im leistungsorientierten Training,

·         Beitrag zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen,

·         Einflussnahme auf eine demokratische Erziehung im Sinne der olympischen Ideale im   Prozess der Werteaneignung gegen fremdenfeindliche und extremistische Tendenzen und zu Fairness und Toleranz,

·         Entwicklung des Umweltbewusstseins.

Konkrete Ziele und Aufgaben:

·         Die gemeinsamen Bemühungen werden sich vor allem auf die 5. und 6. Klassen konzentrieren, um die Jüngsten rechtzeitig über die Sport-Arbeitsgemeinschaften zum regelmäßigen  Übungs-, Trainings- und Wettkampfbetrieb im Partnerverein zu motivieren und zu führen.

·         Die Sport-Arbeitsgemeinschaften werden in gemeinsamer Verantwortung von Sportlehrern und Vereinsübungsleitern realisiert. Sie tragen den Charakter einer vielseitigen sportmotorischen Grundlagenbildung und werden vor allem über Trainingsmittel der Basissportarten Leichtathletik, Basketball, Handball und Volleyball realisiert.

·         Trainingszeit und –ort für die vier 5. Klassen des FSG und interessierte Schüler/innen der 6. Klassen liegen montags von 13:30-15:00 Uhr in der Asbachhalle.

·         Das Sportprojekt ist eingebettet in das Thüringer Modell „eigenverantwortliche Schule“ und integrativer Bestandteil des „Leitbildes des Friedrich-Schiller-Gymnasiums“.

·         Die Kooperationsmaßnahmen sind ausgerichtet auf alle Kinder und Jugendlichen des Gymnasiums, vor allem auf diejenigen, die noch nicht Mitglied eines Sportvereins sind bzw. sich nicht regelmäßig außerhalb des Sportunterrichts sportlich betätigen. Besondere Beachtung gilt auch den Kindern mit Defiziten im Haltungs-, Koordinierungs- und Organleistungsbereich, die in einer allgemeinen Sportgruppe, ggf. im Sportförderunterricht, zusammengefasst werden.

·         Die Kooperationsbeziehungen haben ebenso das Ziel, Lehrer, Eltern und interessierte Schüler/innen für die ehrenamtliche Mitarbeit im Sport zu gewinnen. Zur Anerkennung des Ehrenamtes wird vereinbart, dass hervorragende und langjährige Leistungen gewürdigt werden, z. B. durch Veröffentlichungen in der lokalen Presse, im HSV-Journal oder in der Homepage des FSG bzw. des HSV. Als eine besondere Form der Würdigung wird jährlich der "Pierre de Coubertin-Schülerpreis“ an Absolventen der Thüringer Gymnasien und Regelschulen verliehen.

Situation im FSG

Einerseits waren und sind Aktivisten des Sportes am FSG stets bemüht, möglichst alle Kinder und Jugendliche zum zusätzlichen Sporttreiben zu motivieren, z. B. durch Angebote wie Schulmeisterschaften im Fußball, in der Leichtathletik, im Zwei-Felder-Ball, sportliche Vergleiche der Klassen in verschiedenen Sportarten oder besonders spaßbetont in gemeinsamen Bewegungsaktivitäten von Schülern und Eltern...

Andererseits konnten im FSG durch Impulse im Unterricht und in Sport-Arbeitsgemeinschaften trotz jahrzehntelang sehr schwieriger Bedingungen für den Sport - als einziges Weimarer Gymnasium ohne eigene Sporthalle - viele Kinder und Jugendliche dem regelmäßigen Übungs- und Wettkampfbetrieb zugeführt werden.

Im Ergebnis dieser gemeinsamen Bemühungen ist das FSG in der Bandbreite der angebotenen Sportarten und in der Leistungsspitze Sport treibender Schüler/innen auf Ebene der Schulwettkämpfe seit Jahren das erfolgreichste Gymnasium Weimars.

Vierzehn Bundesfinalteilnahmen als Landessieger in weiterführenden Klassen im bundesweiten Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, Qualifikationen in zwölf verschiedenen Sportarten zum Thüringer Landesfinale und die Delegierung von einigen besonders erfolgreichen Schülerinnen und Schülern an eine Eliteschule des Sportes sollen hier nur stellvertretend genannt werden.

Situation im HSV

Die Grundsätze der eingangs genannten Prämisse stellen eine der wesentlichen Aufgaben des HSV als gemeinnütziger Sportverein dar.

Mit seiner sehr guten Nachwuchsarbeit in einigen Abteilungen (Turnen, Triathlon, Handball, Volleyball,...) bietet der HSV Kindern und Jugendlichen ein weites Feld von regelmäßigen Sportangeboten, die meist sportartspezifisch sind und von qualifizierten Übungsleitern und Trainern geleitet werden.

Ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen nimmt am organisierten Wettkampfbetrieb teil und erreichte zahlreiche Erfolge für den HSV.

Viele vom LSB geförderte Vereinbarungen „Kita und Verein“ bzw. “Schule und Verein“ werden vom HSV abgeschlossen und realisiert, wodurch der HSV Kinder und Jugendliche erreicht, die nicht im Verein sind.

Vom HSV organisierte Großsportveranstaltungen wie „Weimarer Stadtlauf“ oder

„Fun & Move - Triathlon“ motivieren viele Kinder und Jugendliche, sich für regelmäßigen Sport zu entscheiden.

Die vom HSV ins Leben gerufene Ballschule bietet Kindern im Grundschulalter Möglichkeiten, über sportartneutrale Ballspiele zum Sport zu finden. Dieses Angebot kann als ideale Vorbereitung für Angebote in den sich anschließenden Gymnasien angesehen werden.

       

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