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Donnerstag, 18. Mai 2017, 10:43 Uhr

Von: Ludwig David Lorenz



Frühmorgens, 7:45 Uhr, versammeln sich Lehrer und die Schüler der 11. Klassen, um gemeinsam die zahlreichen Stationen vorzubereiten, an denen sich die Schüler messen sollen. 15 Minuten später beginnt unser jährliches Sportfest mit einem zeremoniellen Einlaufen auf der 400-Meter-Bahn. 

Das Sportfest wird in Tradition schon seit 1991 fortgeführt und geht dieses Jahr zum 26. Mal an den Start. Herr Etzhold, unser Schulleiter, ist nun das elfte Mal dabei und lässt es sich auch dieses Jahr nicht nehmen, die Strecke mitzulaufen. 

Nach der Begrüßung werden die Schüler klassenweise zu den Stationen geschickt. Die betreuenden Lehrer und Oberstufenschüler sorgen dort nicht nur für einen reibungslosen Ablauf, sondern auch für faire und sportliche Wettkampfbedingungen, sodass alle Ergebnisse mehrfach von Schülern und Lehrern kontrolliert werden. Denn die leistungsstärksten Athleten werden nach der Auswertung zur Siegerehrung gerufen und die ersten 3 Plätze erhalten eine Urkunde. 

In den 5 Disziplinen Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen, Ballweitwurf und Hochsprung messen sich dabei die Schüler nicht nur mit ihren Klassenkameraden, sondern auch mit den Schulrekordhaltern aus nun 26 Jahren. Doch natürlich ist das Sportfest nicht nur ein Wettbewerb für Sportskanonen, die sich in Einzeldisziplinen ihre Titel sichern, auch Mannschaftspiele, wie z.B. Zweifelderball stehen auf dem Plan. 

Dort hat dieses Jahr Herr Henze Aufsicht. Der Chemielehrer ist schon von Anfang an dabei, als das Sportfest 1991 zum ersten Mal ausgerichtet wurde. Für ihn ist es auch heute noch ein einmaliges Gruppenerlebnis, das auch einen Tag konventionellen Unterricht ersetzen darf. Dieser Tag im Schuljahr ist ihm wichtig: „ Die Schüler machen gemeinsam Sport, altersklassenübergreifend, und können sich mal in einer anderen Position sehen als hinter der Bank.“  

Dass das Sportfest altersklassenübergreifend ist, merken besonders die Elftklässler, die keine Station, sondern eine junge Klasse betreuen und darauf achten, dass diese heil und mit Elan und Freude bei der nächsten Disziplin ankommt. Sophie Schmiedel, selbst seit 5 Jahren Übungsleiterin für Geräteturnen, betreut heute die 5C: „Mir macht die Arbeit hier auf jeden Fall Spaß und mir macht es Freude, auch mit neuen Kindern zu tun zu haben. Ich werde oft angesprochen, was ich mal werden will. Die Kinder sind auf jeden Fall sehr gesprächig.“  

Der Höhepunkt des Sportfestes ist für die meisten Schüler die Staffel. Dann wird jede Klasse zur Klassengemeinschaft,  wenn es heißt, sich gemeinsam gegen die anderen Klassen der Jahrgangsstufe durchzusetzen und es auf das Siegerpodest zu schaffen. 

 

Wer danach noch immer genug Kraft hat, darf beim großen Finale des Tages, dem 800-Meter-Lauf, seine Ausdauer auf die Probe stellen. Am Ende haben alle ihre Runden hinter sich und blicken auf Erfolge, aber sicher auch auf Niederlagen. Verlieren gehört eben auch dazu, im Sport wie im wahren Leben. Und vielleicht findet manch einer dadurch Ansporn, denn jeder weiß, er bekommt im nächsten Jahr eine neue Chance, es allen zu zeigen. 









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