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Mittwoch, 18. März 2020, 12:06 Uhr

Von: Margaretha Schlegel und Frau Börmel)



Foto: Lucas Friese

Im Amtsgericht Weimar werden täglich zahlreiche Entscheidungen im Bereich Vertrags-, Familien-, Immobilien-, Strafrecht usw. getroffen; Urteile werden gesprochen, Angeklagte werden verurteilt.

Der Wirtschaft-Recht Kurs der 12. Klasse besuchte am Montag, den 27.01.2020, eine Gerichtsverhandlung im Amtsgericht Weimar.

Nach 4 Stunden Unterricht ging es zu Fuß in kleinen Gruppen los. Dort angekommen setzten wir uns in den Schöffensaal, in dem die Verhandlung stattfand. Es war sehr beeindruckend für alle, eine echte Gerichtsverhandlung mitzuerleben. Uns gegenüber saß eine Richterin mit zwei Schöffen, die nun entscheiden sollten, ob die Angeklagten schuldig gesprochen werden oder nicht und wie ihre Strafe aussehen würde.

Vertreten wurden die Angeklagten durch ihre Anwälte. Zu Beginn der Verhandlung glich die Richterin der Personalien der Angeklagten ab und belehrte diese, wie auch die geladenen Zeugen, dass sie dazu verpflichtet sind, die Wahrheit auszusagen. Anschließend verlas eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft die Anklageschrift. Beide Angeklagten wurde ein gemeinschaftlich begangener Wohnungseinbruch mit Diebstahl vorgeworfen. Zusätzlich lautete die Anklage gegenüber einem der beiden Täter auf Körperverletzung.

Nach kurzer Zeit war die Gerichtsverhandlung jedoch fürs erste beendet, da psychiatrische Gutachten für die weitere Verhandlung erstellt werden müssen. Der Antrag erfolgte seitens der Anwälte. Diese haben die Aufgabe, ihre Mandanten bestmöglich vor Gericht zu vertreten. Da beide Angeklagte zum Tatzeitpunkt sehr viel Alkohol konsumierten, könnte ein psychiatrisches Gutachten eine verminderte Schuldfähigkeit (Alkoholkrankheit) bestätigen. Damit wäre es möglich, dass die Angeklagten statt einer Freiheitsstrafe im Gefängnis eine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt (Klinik) als Strafe erhalten.

Der Prozess der Gutachtenerstellung kann leider bis zu einem halben Jahr dauern, weshalb wir das endgültige Urteil der Richterin noch nicht in Erfahrung bringen konnten.

Fest steht jedoch, dass dieses Erlebnis sehr bereichernd und interessant für uns alle war.











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