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Donnerstag, 28. Februar 2019, 05:45 Uhr

Von: Lea Höpfner und Philipp Zimmermann



Vom 14. bis 15. Januar begab sich unsere Gruppe, begleitet von Frau Becker und Frau Keil, nach Berlin. Wir bestanden aus dem Sozialkundekurs der 12. Klassen, sowie aus ein paar anderen Zwölfern. Alles unter dem Motto: „Wir in Europa“ besuchten wir in den zwei Tagen den Bundesrat, das Auswärtige Amt, sowie das Europäische Haus und den Bundestag. Um das alles zu schaffen, mussten wir dementsprechend schon früh aufstehen. Pünktlich 5.25 Uhr standen wir also am Zug, um unsere Reise anzutreten. Erwähnenswert war auch die Reiseplanung, die von Franz Ellenberger alleine durchgeführt worden war. Wir konnten leider nicht, wie sonst die anderen Kurse jedes Jahr, mit der Bundeswehr reisen.

Jeder Schüler bekam hierbei die Aufgabe, ein Tagebuch zu schreiben und einen kurzen Vortrag über die besuchten Orte zu halten.

Nachdem wir unsere Sachen im Hostel abgeladen hatten, gingen wir nach einer Pause in den Bundesrat. Nach einem interessanten Vortrag über den Aufbau des Rates im Plenarsaal, hielten wir selber unsere eigene, kleine Sitzung. Wir spielten eine Abstimmung über das Thema einer Nachprüfung des Führerscheins nach und besetzen dabei die Länder, das Präsidium und die Bundesregierung. Es war wirklich schön, die Abläufe selber durchzugehen und eine Entscheidung zu fällen.

Danach mussten wir uns beeilen, um rechtzeitig im Auswärtigen Amt zu erscheinen. Dort lauschten wir einem Vortrag über dessen Aufgaben und was einem erwarten würde, falls man sich dort bewerben möchte.

Insgesamt war es jedoch recht monoton gehalten und es diente eigentlich nur zur reinen Informationsvermittlung. Wir hätten uns da sicher noch ein wenig spannendere Themen zum Diskutieren gewünscht.

Es war nun mittlerweile 16 Uhr und wir hatten den Rest des Tages frei, um uns in der Stadt umzusehen. Während ein paar planten ins Kino zu gehen, schauten mehrere die Handball WM im Aufenthaltsaal. Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir 7.30 Uhr gemeinsam zum Europäischen Haus. Wir hatten dieses Mal einen überaus starken Vortrag über die EU und anschließend eine ausgiebige Fragerunde. Der Vortragende erzählte uns viel über den Brexit und dessen möglichen Folgen, da die anstehenden Wahlen Großbritanniens uns diese zwei Tage immer wieder besonders beschäftigten. Danach hatten wir die Ausstellung „Erlebnis Europa“ gleich nebenan besucht.

Leider fehlte uns die Zeit, um alles dort zu betrachten. Es gab dort viel Interaktives und sogar ein 360° Kino rund um das Thema EU. Frau Becker verabschiedete sich danach bei uns, da sie schon sehr oft im Bundestag war und wir machten uns dann auf den Weg dahin. Dort angekommen wurden wir mit einem sehr unterhaltsamen Vortrag begrüßt. Der Sprecher lenkte dabei immer wieder sehr geschickt die Aufmerksamkeit auf seine Wenigkeit, Scherzte und erzählte wirklich viele interessante Sachen!

Wir hatten auf den oberen Rängen einen super Ausblick auf den Bundestag und mithilfe des Vortrages konnte man sich gut vorstellen, wo jeder normalerweise sitzt. Auch die Arbeitswoche eines Politikers und der Weg der Gesetzgebung wurden hervorragend erklärt.

Als wir damit fertig waren, wollten wir uns in einem Nebenraum mit Carsten Schneider treffen. Allerdings war dieser noch kurzfristig verhindert, da eine Besprechung länger ging als erwartet und er an dem Tag sehr viel zu tun hatte. Deshalb hatte sein Büroleiter vorerst übernommen und versuchte, uns ein paar Fragen zu beantworten.

Das Schöne an solchen Gesprächen ist immer wieder, dass man mit den Politikern und deren Mitarbeitern persönlich auf Augenhöhe reden kann. So haben wir über Weimar, Carsten Schneiders Motivationen, aber uns auch über die heute-Show und Artikel 13 geredet. Danach gingen wir in die Bundestags-Kantine, die uns ein Essen spendierte. Wir teilten uns dann in kleinere Grüppchen auf und erhielten noch ein wenig Freizeit, bis wir uns wieder am Berliner Bahnhof getroffen haben. Spätestens 18.30 Uhr waren dann alle zur Abreise bereit. Nach einer Zugfahrt mit dem ICE durch halb Deutschland sind wir dann alle wohlbehalten zuhause angekommen und freuten uns etwas erschöpft auf den kommenden Schultag.

Wir hoffen natürlich, dass so eine lehrreiche Fahrt auch in der Zukunft weiterhin durchgeführt werden kann.

Vielleicht dann auch wieder mit der Hilfe der Bundeswehr, die wir ja leider dieses Mal nicht bekamen. Es ist auf jeden Fall eine Tour, die die Politik noch einmal von einer ganz anderen Seite zeigt, auch wenn unsere nur zwei  Tage andauerte. Wir bedanken uns auch abermals bei Frau Becker und Frau Keil, die uns dabei begleitet haben, aber auch Franz, der das alles organisiert hatte.









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