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Donnerstag, 21. Januar 2016, 17:25 Uhr

Von: Paula Mörstedt, Michael Dimler



Unsere Schule feiert Geburtstag! Am Freitag, dem 08.01.2016, fand die Auftaktveranstaltung zum Festjahr2016 statt. Denn es jährt sich nicht nur ein Ereignis, gleich drei werden gefeiert.

1931, also vor 85 Jahren, wurde am 08. Januar das Gebäude der Schillerschule eingeweiht. Zum 160. Mal jährt sich die Gründung der Schule am 07. April 1856. Außerdem kann ein silberner Geburtstag gefeiert werden: seit1991 trägt die Schule ihren heutigen Namen; aus der EOS wurde das Friedrich-Schiller-Gymnasium Weimar.

Die wunderschöne holzgetäfelte Aula des FSG war vollständig mit Ehrengästen, Eltern, Lehrern und Schülern des Gymnasiums besetzt. Der Festabend begann mit einem Grußwort des Schulleiters Herrn Etzhold und einem Grußwort des Bürgermeisters Herrn Kleine.

Einen lebendigen Eindruck von der Geschichte des Gymnasiums brachte das darauffolgende von Frau Fauser geschriebene und von Frau Holz arrangierte szenische Spiel. Hierin und durch den restlichen Abend führte Friedrich Schiller (Ludwig Lorenz) mit vielen Zitaten aus seinen Werken. Besonders beeindruckend war der Teil, in dem Schiller mit Oberstadtbaurat Lehrmann (Janis Müller-Uri) und Stadtbaurat Vogler (Mark Jonathan Freier) diskutierte. Die beiden hatten den Bau des Gebäudes geplant und eröffneten es 1931. Auch die Berufsbildende Schule für Mädchen, die in den Anfangsjahren in den unteren Stockwerken ansässig war, wurde gewürdigt. Luise und Karoline Schleyer stellten schauspielerisch zwei Mädchen dar, die Schiller von den Vorzügen und der modernen Ausstattung damals überzeugen wollten.

Die Festreden bildeten zuallererst eine Rückschau auf vergangene Zeiten. Herr Dr. Naake, der Chronist des FSG und ehemaliger Lehrer der Schiller-schule, stellte umfassend die Entwicklung des Gebäudes in den Anfangsjahren, verbunden mit der Schulgeschichte dar.

Anschließend sprachen Herr Wundke (Schulleiter  a.D.) und Herr Dr. Holz (Vorsitzender des Fördervereins). Sie  konzentrierten sich auf die Geschichte der Schule und des Fördervereins in der Nachwendezeit. Beide stellten ihre Erlebnisse dar und malten ein anschauliches Bild ihrer Tätigkeiten.

Doch auch der Blick nach vorn kam nicht zu kurz. Herr Etzhold wies darauf hin, dass die Fassade lange standgehalten hat, jedoch dringend erneuert werden muss. Dadurch kann das Gebäude wieder zu einer Zierde für das Gymnasium und die Stadt Weimar werden. Daher wäre es wichtig, dass die Stadt als Schulträger kurzfristig Mittel zur Verfügung stellt. Herr Dr. Holz vom Förderverein geht mit gutem Beispiel voran. Er hat angekündigt sich dafür stark zu machen, dass die Turmuhr, die momentan nicht vollständig leuchtet, wieder nach allen Seiten die Zeit anzeigen wird.

Hätte Schiller die heutige Schule gefallen? Dem szenischen Schiller gefiel die Schule. Die Gestaltung im Geiste Schillers wird also angestrebt. Ob sie tatsächlich erreicht ist, soll jeder für sich entscheiden. Es ist jedenfalls noch viel Arbeit da, um alles zu perfektionieren und Visionen zu verwirklichen. Tradition und Zukunft sollten sich ergänzen.

Eines von Schillers Idealen war das Schöne. Die Schülersprecherin Lea Ruth Ortmann hat in die Wege geleitet, dass der "Schiller-Flügel" restauriert werden soll, damit das Schöne wieder Einzug hält. 2.000 Euro der benötigen 14.000 Euro sind schon gesammelt,  es ist also immer noch Unterstützung vonnöten. Auf einem anderen Gebiet konnte ein wichtiges Ziel bereits erreicht werden: das Planetarium, das seit 1931 geplant war, konnte 2014 verwirklicht werden. Es bestand deshalb auch die Möglichkeit nach dem Festakt das Planetarium im Turm des Schiller-Gymnasiums zu besuchen und es sich erklären zu lassen.

Doch nicht nur wegen der Technik im Astronomieraum trägt unsere Schule den Titel Medienschule. Im Programm des Abends wurde ein Kurzfillm des Mediengestaltungskurses aus dem letzten Jahr gezeigt. Die dort gezeigte Jagd durch das Schulhaus war beeindruckend.

Der Abend wurde musikalisch von einem Chor begleitet, den Frau Fauser leitete. Gesungen haben Schüler aller Klassenstufen, die gemeinsam mit Lehrerinnen des FSG eine klanggewaltige Untermalung des Abends boten. Am Klavier begleitete Robin Kersten.

Diese Veranstaltung war der fulminante Auftakt für das Jubiläumsjahr. Jeden Monat wird ein weiteres besonderes Ereignis stattfinden, damit dieses Jahr Schülern und Lehrern in Erinnerung bleibt. In diesem Sinne auf ein spannendes Jahr...









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