DeutschEnglish

Dienstag, 24. Oktober 2017, 19:48 Uhr

Von: Leo Kilian



Am Mittwoch, dem 18.10.2017, besuchte der Biokurs A18 am Vormittag das Klärwerk Weimar-Tiefurt. Nach unserer abenteuerlichen Fahrradtour, die durch Kettensprünge und geplättete Reifen geprägt war, erreichten wir das Klärwerk. Dort wurden wir freundlich von unserem Betreuer Herrn Besuch empfangen. Nach der Ankunft hielt er uns einen Vortrag über die mechanischen, biologischen und chemischen Behandlungsstufen des Abwassers. Nach etwa 45 min Theorie sollte es danach richtig losgehen. Die erste und zugleich geruchintensivste Station im Klärwerk Weimar-Tiefurt war die Rechenanlage. Dort wird das Wasser zunächst von den groben Verschmutzungen befreit. Nach der Rechenanlage folgt der Sandfang, wo weitere größere Feststoffe abgetragen werden. Am Ende der mechanischen Klärung steht die Vorklärung. Dort setzen sich die organischen Stoffe am Boden ab und zurück bleiben Schwebestoffe (Kohlenstoffverbindungen). die sich noch im Abwasser befinden. An diesem Punkt wirkt das Wasser deutlich sauberer, jedoch noch lange nicht klar. Nach einer Vorklärung kommt es zur biologischen Reinigung mit einer anaeroben, einer anoxen und einer aeroben Zone, in der Bakterien das organische Material zersetzen. Die biologische Reinigungsstufe war für den Kurs um einiges angenehmer, da die schweren Gerüche der Rechenstation langsam verschwanden. In der chemischen Nachklärung ist das Abwasser soweit wieder klar und gereinigt. Der Klärschlamm, der während der Reinigungsstufen anfällt, wird in die beiden Faultürme gepumpt. Die hohe Konzentration an Methan wird genutzt, um einen Großteil des Energiebedarfs des Klärwerks zu decken. Gegen Mittag war die Führung beendet und die bildungsdurstigen Schüler des Biokurses durften sich in die 7. und 8. Stunde stürzen.    









<- Zurück zu: Nachrichtenarchiv

       

Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum