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Montag, 24. April 2017, 22:24 Uhr

Von: Ludwig David Lorenz



Eisen, Nickel, Silikate werden als Mineralien jeden Tag tonnenfach gefördert und in gigantischen Mengen auf dem Rohstoffmarkt der Welt verteilt. Aber wenn diese einfachen Steine vom Himmel fallen, macht sie das seltener als Gold. Die Erde erlebt seit Millionen von Jahren Einschläge dieser Gesteinsbrocken. Nachdem sie einen Krater in die Erdkruste geschlagen haben, bleiben sie oft unentdeckt. Die gefundenen Brocken bzw. meistens Splitter faszinieren die Menschen mit ihrer ungewöhnlichen Form und Struktur, die so gar nicht den Mineralien unter der Erde ähnelt. Das macht Meteoriten zu begehrten und auch kostspieligen Sammlerobjekten. Die Steinklumpen, die eigentlich nur für die Wissenschaft von Wert sind, werden auf Meteoritenbörsen weltweit gehandelt. Nahe Weimar, in Apolda, hat uns Peter Jäger seine Meteoritensammlung gezeigt. Er selbst sammelte früher jahrelang Gesteine und Mineralien, bis ihn das Meteoritenfieber packte. Man muss natürlich auch eine Leidenschaft und Faszination für Meteoriten entwickeln, um ein richtiger Sammler zu werden, so erzählt er uns. Die weitgereisten Steine, oft auch nur Splitter, bewahrt er in einem kleinen Raum mit mehreren Schüben und Vitrinen auf. Stolz präsentiert er uns seine Kollektion, in die er schon einige Tausend Euro investiert hat. Wieviel genau, möchte er nicht verraten, erzählt uns aber, dass viele Steine mit der Zeit im Wert stark gestiegen sind. Es käme eben auf die Seltenheit an. Im Gegensatz zu jenen, die im Wert gestiegen sind, können andere Brocken aus dem All auch an Wert verlieren. Als man vor Jahrzehnten die ersten Meteoriten vom Mond und sogar vom Mars identifizieren konnte, wurden diese auch zunächst hoch gehandelt. Man nahm an, es gäbe nur wenige ganz besondere solcher Steine. Sie sind, im Unterschied zu Asteroiden, nicht magnetisch und fallen deswegen kaum auf. Doch nachdem Sammler und Geologen wussten, nach welchen Charakteristiken sie suchen mussten, wurde der Markt von neuen Funden überschwemmt. Als  Investition sieht Herr Jäger seine Sammlung übrigens nur sekundär. Ihm mache es vor allem Spaß, wie bei jeder Sammelleidenschaft, seinen Bestand möglichst zu vervollständigen, auch wenn das, wie er sagt, eigentlich nicht möglich sei. Fasziniert ist er dabei von jedem einzelnen Exemplar und auch wir staunen nicht schlecht bei all den unterschiedlichen Farben, Formen und Facetten. Schon seit mehreren Jahren zeigt der „Meteoritenjäger von Apolda“ Schülern unserer Schule die Prachtstücke seiner Sammlung. Nach der Besichtigung schenkt uns Herr Jäger zu unserer großen Freude auch ein kleines Exponat. 









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