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Freitag, 10. März 2017, 12:25 Uhr

Von: Johanna Fischer, Lilly Fischer und Paula Roos


Gärtnerische Substrate - mit oder ohne Torf?


© STIFT, Fotograf: Peter Hollek, Hollek Media

„Torf, das ist doch das im Moor, oder?“ 

Das, sowie: „Was ist Torf und wie kommt man auf so ein Thema?“ waren wohl die häufigsten Fragen, die wir im Verlaufe der Seminarfacharbeit zu hören bekamen.

Deshalb gleich zu Beginn: Torf ist eine sedentäre Ablagerung im Moor. Kurz gesagt, es sind abgestorbene, unter Luftabschluss zersetzte Pflanzen, die sich zum Beispiel am Boden eines Sees abgesetzt haben, dessen Ufer verlanden. Sonderlich spannend klingt das erst einmal nicht, warum haben wir uns also damit beschäftigt? 

Durch den Abbau von Torf wird das Ökosystem Moor zerstört, der Wasserhaushalt der Erde beeinflusst und der Treibhauseffekt unterstützt. Auch wenn „Gärtnern“ positiv klingen mag, hat es in Wirklichkeit weitreichende Folgen. 

Aus diesem Grund haben wir im Rahmen unserer Seminarfacharbeit ein Experiment mit einem torffreienSubstrat, einem torfreduzierten Substrat und einem Torfsubstrat durchgeführt, in denen wir jeweils zwei Asiasalate (Pak Choi, Mizuna) und zwei Zierpflanzenarten (Grünlilien, Landnelken) kultiviert haben, um herauszufinden, ob die Unterschiede tatsächlich so schwerwiegend sind, wie das der Erwerbsgartenbau meint. 

Die Salate wurden schon nach einigen Wochen ausgewertet und verkostet, wobei das torfreduzierte Substrat, dennoch mit über 50% Torfanteil, am besten abschnitt. 

Dahingegen standen die Zierpflanzen ca. 4 Monate lang und zeigten, dass das torffreie Substrat am geeignetsten war.

Diese Resultate stellten wir beim 22. „Jugend forscht Regionalwettbewerb Mittelthüringen“ vor, der am 01.03.2017 in der Weimarhalle stattfand. Seit 8.00 Uhr am Morgen waren die 110 Schüler mit ihren 53 Projekten mit dem Aufbau ihrer Stände beschäftigt, die dann später von den Juroren besichtigt wurden. Nach dem Mittagessen und Nachmittagsprogramm fand die Preisverleihung statt, wobei wir gegen fünf andere Teilnehmer im Fachgebiet Biologie antraten und letztendlich den zweiten Platz und den „Sonderpreis für Umwelttechnik“ der „deutschen Bundesstiftung für Umwelt“ gewannen.









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