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Samstag, 28. Februar 2015, 15:45 Uhr

Von: Alexander Bode



Alexander und Antonia mit Meteoriten

Unsere Erde wird von Tag zu Tag etwa 10.000 Tonnen schwerer! Denn täglich dringen ungefähr 10 Milliarden Meteoroide in die Erdatmosphäre ein! Jedoch ist der größte Anteil von diesen Meteoroiden zu klein (Bruchteile von Millimetern), um sie mit bloßem Auge wahrnehmen zu können.

Dieser Staub berieselt uns permanent. Jedoch verdampfen die Teilchen durch die hohe Reibung bereits in 80 km Höhe und nur wenige sind groß genug, sodass sie dabei sichtbare Leuchterscheinungen, sogenannte Meteore bilden. Und noch weniger sind  groß und stabil genug, um als Meteorit auf die Erdoberfläche zu gelangen. 

Gerade diese sind für die Wissenschaftler und Sammler interessant, da sie sich gut erforschen lassen und Aufschluss über das Weltall geben. 

Aus dem Grund lassen sie sich gut verkaufen. Für ein Stück Mars mit einem Gewicht von 0,02 Gramm kann man schon um die 98 $ bezahlen. Deswegen werden weit und breit die Gebiete nach jedem Krümel abgesucht und es wird immer schwieriger welche zu finden. Dazu sucht man am besten in (Eis-)Wüsten, da ein schwarzer „Stein“ in einer Umgebung, die sonst nur aus Sand oder Eis besteht, immer noch leichter zu finden ist als in einem Waldgebiet.

Aufgrund des geringen Niederschlags werden die Meteorite dort auch nicht allzu schnell abgetragen. Genauso kompliziert ist es dann noch zu entscheiden, ob man nun einen Meteorit gefunden hat oder ob man einfach einen gewöhnlichen Stein (oder gar Kamelkacke! Die neben Meteoriten ebenfalls gut sichtbar im Sand liegt) in der Hand hält! Kamelkacke lässt sich als solche schnell identifizieren. Meteorite sind jedoch schwieriger zu bestimmen. Manche bestehen aus Eisen und weisen in ihrem inneren bestimmte Strukturen auf, die auch nicht gefälscht werden können.

Andere haben Silikateinschlüsse, die ebenfalls sehr charakteristisch für Gestein aus dem Weltall sind. Rein äußerlich fallen sie durch ihre schwarze Schmelzkruste und den Regmaglypten (das sind daumenartige Vertiefungen) auf. Wenn man die Möglichkeit hat die chemische Zusammensetzung bestimmen zu können, ist das ebenfalls hilfreich. Denn dadurch kann man herausfinden, ob das Gestein dem Sonnenwind ausgesetzt war, was ein Beweis dafür ist, dass es im Weltall gewesen sein muss. Die Meteoriten, von denen wir die Bilder gemacht haben, stammen übrigens aus dem Reservoir von Herrn Jäger, dem Meteoritenjäger aus Apolda, der diese fleißig sammelt.









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