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Freitag, 12. September 2014, 16:08 Uhr

Von: Undine Meyer



Am 23. Juni 2014 hielt uns Herr Berger von den Weimarer Stadtwerken einen interessanten Vortrag im Rahmen des Physikunterrichtes des Grundkurses der 11. Klasse zum Thema "Energieversorgung in Weimar". Der Besuch von Herrn Berger an unserer Schule hat Tradition: bereits seit 8 Jahren besucht er das FSG, um Schüler über die Strom-, Gas- und Wärmeversorgung aufzuklären. Er selbst arbeitet als technischer Leiter bei den Stadtwerken und ist somit Spezialist auf diesen Gebieten.

Zunächst klingt der Begriff Stadtwerke für Schüler, die sich noch nie mit diesem auseinandergesetzt haben, ziemlich abstrakt. Doch Herr Berger war perfekt vorbereitet und überraschte mit einer anschaulichen PowerPoint Präsentation, die auf die größten Fragezeichen in den Köpfen der Schüler schnell Antwort gab. Allein schon die Leistungen der Stadtwerke sind komplex und umfangreich: Von Planung, Bau und Instandhaltung von Netzen über Störungsbeseitigungen und der Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit bis hin zum Handel mit Energie sind alle notwendigen Aufgabenbereiche abgedeckt. Er erklärte uns, welch weiten und umständlichen Weg unsere Energie manchmal hat, bis sie schließlich dorthin gelangt, wo sie benötigt wird. Auch auf die scheinbar simple Frage, wie unser Strom eigentlich in die Dose gelangt, konnte keiner aus der Klasse eine plausible Antwort geben. Herr Berger schaffte der Unwissenheit Abhilfe, angefangen von der Stromerzeugung durch das elektromagnetische Prinzip der Induktion bis hin zur Stromverteilung durch Trafostationen. Wir redeten weiter über den Unterschied zwischen Höchst- und Hochspannung, den Fakt, dass sich der Strom mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet und über den Lastgang. Der Lastgang zeigt in Form einer Kurve den Strombedarf im Tagesverlauf. Diese brachte er uns auf lustige Art und Weise näher, wie z.B. indem er den Ausschlag der Kurve  nach oben zu Mittag als „Mittagskochspitze“ bezeichnete oder einen anderen Ausschlag der Kurve, ebenfalls nach oben, gegen 19 Uhr mit dem zurzeit laufendem Fußball-WM Spiel rechtfertigte (was durchaus stimmte!). Außerdem war interessant zu erfahren, dass Weimar sich allein versorgt und dabei eine Auslastung von 60% hat. Auf die Frage, warum wir keine höhere Auslastung hätten, nannte uns Herr Berger zwei triftige Gründe: Einerseits würde sich der Strom deutlich verteuern und andererseits hätte eine Störung einen sofortigen Ausfall der Versorgung zur Folge.









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