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Sonntag, 16. Juni 2013, 19:23 Uhr

Von: Sarah-Victoria Troelenberg und Alina Richter



Am Dienstag, dem 4. Juni 2013 war unser Sozialkunde-Kurs der  11. Klasse von Frau Becker  zu Besuch in der Maria-Martha-Schule in Rastenberg. Hierbei handelt es sich um eine staatlich anerkannte, integrative Ganztagsschule der Stiftung Finneck. Um 6:40 trafen wir uns alle am Busbahnhof, damit die Reise nach Rastenberg starten konnte. 

Nach einer Stunde kamen wir in Rastenberg an und begaben uns direkt zur Maria-Martha-Schule. Zunächst durften wir die Schüler während des Unterrichtes begleiten. Hierfür gingen immer jeweils zwei Schüler/innen von uns in eine Klasse der Finneck Schule. Hierbei konnten wir die Kinder mit Förderbedarf in den verschiedensten Fächern beobachten. Die Klassen der Finneck-Schule sind sehr klein. Meist befinden sich maximal 8 Schüler in einer Klasse. Diese acht Schüler werden von einem/r Lehrer/in und einer Sonderpädagogischen Fachkraft betreut. 

Die Klassen sind hierbei bunt gemischt. Es befinden sich sowohl Kinder mit einer geistigen Behinderung als auch mit einer körperlichen Behinderung in einer Klasse. Was uns auffiel war, dass diese Kinder besonders offen sowie fröhlich waren. Sie nahmen uns sofort herzlich auf und stellten uns jede Menge Fragen.  In einem anschließenden Gespräch mit dem Schulleiter, Herrn Kolodziej, konnten auch wir unsere Fragen über den Unterricht an der Finneck- Schule loswerden. Hierbei erfuhren wir, dass jeder Schüler einen individuellen Förderplan erhält, in dem seine Ziele für das Schuljahr festgesetzt sind.

Dieser Plan wird von den Lehrern bzw. den Sonderpädagogischen Fachkräften in Absprache mit den Eltern erstellt.  Doch wir erfuhren nicht nur viel über den Unterricht der Finneck-Schule und wie dieser abläuft, sondern kamen auch auf kritische Themen über die derzeit auch die Politik diskutiert, zu sprechen. Ein großes Thema hierbei war die sogenannte Inklusion. Dabei geht es darum, dass Kinder mit Förderbedarf nicht in eine gesonderte Förderschule gehen, sondern in eine Schule für uneingeschränkt befähigte Kinder.

Hierbei stellte sich natürlich die Frage, inwiefern dies das Lernergebnis und die individuelle Förderung  der Kinder beeinflusst. An dieser Stelle stellte Herr Kolodziej uns die neue Grundschule der Stiftung Finneck vor. Hierbei handelt es sich um eine Schule, in der sowohl Kinder mit Förderbedarf als auch Kinder ohne Förderbedarf zusammen lernen.  Diese Grundschule besteht erst seit einem Jahr, aus diesem Grund gibt es bisher auch nur eine Klasse.

Ein weiteres Thema der Gesprächsrunde war zudem, wie es für die Schüler mit Förderbedarf nach der Schule weitergeht und inwiefern der  erste Arbeitsmarkt als solcher für sie offen steht. Nach der Gesprächsrunde bekamen wir von dem Schulleiter Herrn Kolodziej einen Rundgang durch die Schule. Wir durften uns sowohl die Aula als auch die Werkstatt, die Kantine und das eigene Schwimmbad der Schule ansehen. Auffällig hierbei war, dass das Gebäude sowohl von innen als auch von außen sehr schön sowie fröhlich gestaltet war. Wir lernten zudem beim Rundgang auch die verschiedenen Schülerfirmen kennen.  Im Schaufenster konnte man z.B. wunderschöne Holztiere, welche von den Kindern der Finneck-Schule selbst angefertigt worden waren, sehen.  Nachdem wir unseren Rundgang mit einem Gruppenfoto vor der Schule beendet hatten, waren wir noch zum Grillen bei Frau Becker eingeladen.

Es war sehr interessant zu sehen, wie Kinder mit Förderbedarf zusammen lernen. Wir sind sehr dankbar, dass wir uns die Finneck-Schule ansehen durften und auch am Unterricht teilhaben durften. Nur so war es uns möglich, einen Einblick in den Alltag einer Förderschule zu erhalten. Dank Herrn Kolodziej haben wir zudem sehr viele Zusatzinformationen über verschiedene Themen erhalten.

Wir möchten uns zudem auch noch bei den Schüler/innen, sowie Lehrern/innen dafür bedanken, dass wir so herzlich aufgenommen wurden.









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