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Samstag, 23. März 2013, 09:38 Uhr

Von: Marthe Mende


Projekttag der 8c im Jugendgericht am 14. März 2013


Es ist ganz still. Der Mann der schwarzen Robe überlegt. Welche Strafe soll er dem 19-jährigen geben, bei dem Marihuana gefunden wurde? Keiner wagt einen Mucks. Dann bittet der Richter die Anwesenden sich zu erheben und spricht seinen Richterspruch: "Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil: ..."

Der Angeklagte wird verpflichtet, 3 Mal zum Drogenscreening zu gehen - und dies aus eigener Tasche zu bezahlen. Außerdem muss er von nun an regelmäßig bei seiner Ausbildung erscheinen, sonst droht eine höhere Strafe. Es ist ein mildes Urteil, da er nach dem Jugendstrafrecht verurteilt wird und auch schon schwere Zeiten hinter sich hat. Die Eltern getrennt, die 7. Klasse mehrmals wiederholt, schon mehrfach angezeigt.

Dieser Fall war bei unserem Besuch im Jugendgericht besonders berührend. Unsere Klasse, die 8c und ihre Klassenlehrerin, Frau Scheller, durften einen Tag lang Richter Goetz im Gericht begleiten und ihm Fragen stellen. In den drei Stunden im Jugendgericht haben wir sechs Fälle erlebt und dabei einen interessanten Einblick in das deutsche Jugendstrafrecht bekommen.









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