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Montag, 16. Juli 2012, 08:22 Uhr

Von: Anne-Jule Jaensch



Am Montag dem 9. Juli traf sich die 10B mit dem Klassenleiter Herrn Koch und Frau Schilling zur unmenschlichen Zeit von 6.30 Uhr am Hauptbahnhof, um zur letzten gemeinsamen Klassenfahrt nach Rügen aufzubrechen. Nachdem die ersten zwei Etappen noch bequem und schnell im ICE zurückgelegt werden konnten, begann danach eine wahre Odyssee (dachte man zumindest bis zur Rückfahrt) in Regionalbahnen und zu guter Letzt noch mit dem Bus zum Jugenddorf Wittow, wo man nicht viel Zeit mit Auspacken und Bettenbeziehen verbrachte, schließlich wollten alle nur eins: so schnell wie möglich an den Strand. Bei Sonne und lauen Temperaturen ließ man so den Tag ausklingen.

Ab Dienstag war das Programm jedoch durchgeplant, das Tagesziel hieß Königsstuhl, der bekanntlich im Nationalpark Jasmund liegt. Vor Ort stand eine Führung im Nationalpark an. Die mutigeren Schüler wagten sich hierbei auf die „Victoria-Aussicht“, von wo man einen grandiosen Ausblick über die Klippenlandschaft hat. Schüler mit Höhenangst hielten respektvollen Abstand. Später nahm man noch den Abstieg zum Strand in Angriff, über Treppen ging es abwärts. Unten wurde erst einmal Rast gemacht. Trotz einer Vorhersage von einer guten Stunde Abstiegszeit, schaffte es die Klasse in 13 Minuten nach unten und in 10(!!!) Minuten wieder rauf. So blieb noch genug Zeit, um die zum Nationalpark zugehörige Ausstellung zu besuchen. Erst im Nachhinein wurde bekannt, dass zwei Schüler, die sich einer späteren Gruppe angeschlossen hatten (es wurden immer laut Schildern ca. 20 Personen auf einmal alle acht Minuten in die Ausstellung geschleust), auf spektakulär unspektakuläre Weise mit ihrer Gruppe (35 Personen) im Aufzug, dem einzigen Zugang zur Ausstellung, 20 Minuten lang stecken blieben, ohne dass jemand vom Museum etwas gemerkt hätte. Der zweite Teil des Tages bestand wieder aus Schwimmen, Sonnenbaden und Volleyball am Strand, zumindest bis der erste Schauer einsetzte, danach wurden sämtliche Aktivitäten auf das Gelände der Jugendherberge verlegt.

Der Mittwoch begann regnerisch, die Insel Hiddensee stand auf dem Programm. Während der Fahrt mit der Fähre durch die Rügener Bodden  sah das Wetter wieder etwas besser aus, doch kaum war man auf der Insel angelangt, brach ein heftiger Schauer aus. Nach ein paar Minuten ließ der Regen jedoch nach, und die Schüler konnten vier Stunden lang trockenen Fußes die Insel erkunden. Die einen blieben im Dorf Vitte, die anderen gingen an den Strand und ein paar Schülerinnen wanderten tatsächlich bis zum Leuchtturm. Am späten Nachmittag trafen sich alle wieder an der Fähre, auf der Rückfahrt zog sich der Himmel bereits wieder zu, am Abend blieb es jedoch trocken, sodass das übliche Strandprogramm trotzdem stattfinden konnte.

Am letzten Tag war eine Wanderung zum Kap Arkona, dem nördlichsten Punkt der Insel, angesetzt. Diesmal sah das Wetter äußerst gut aus. Bei strahlendem Sonnenschein lief die Klasse die 8,5 Kilometer zum Kap. Vor Ort hatte man wieder selbstständig Zeit, sich in Ruhe umzusehen. Die Auswahl reichte von Leuchtturmbesichtigung, über Kunstgalerien bis hin zur Möglichkeit, noch bis zum eigentlichen Kap weiterzulaufen. Da in den Tagen zuvor eher wechselhaftes Wetter herrschte, war man auf die strahlende Sonne nicht eingerichtet, die Folge waren leichtere bis mittelschwere Sonnenbrände. Am Abend stand dann noch das Abschlussgrillen an. Nach dem Verzehr von originalen nicht-Thüringer Rostbratwürsten, Toast und Kartoffelsalat ließ man die Klassenfahrt schließlich klassisch mit akustischer Gitarre (zumindest einige Schüler), aber ohne Lagerfeuer (wäre ja auch ein bisschen sehr abgedroschen) ausklingen.

Der letzte Tag begann früh für alle, für einige Sonnenanbeter auch schon früher, Sonnenaufgang war um  4.45 Uhr. Der Rest, dem das zu früh war, konnte jedoch auch nicht viel länger schlafen, der Bus fuhr um 8.06 Uhr, was Aufstehen um 5.30 bedeutete. Ausgestattet mit dem letzten Lunchpaket begaben sich die Schüler auf die letzte Station der Klassenfahrt: die zehneinhalbstündige Rückfahrt. Und wer bis dahin dachte, dass noch mehr Umsteigen als auf der Hinfahrt nicht möglich sei, der wurde eines besseren belehrt. Vom Bus ging es in den ersten von vielen Zügen am Tag. Insgesamt achtmal umsteigen, und zwischen Naumburg und Großheringen kam erschwerend der Schienenersatzverkehr hinzu. Schlussendlich kam die Klasse sonnenverbrannt, viele auch  zerstochen, aber glücklich, zufrieden und bis auf eben genannte kleinere Blessuren auch rundum gesund, wieder in Weimar an. Eine gelungenere Abschlussfahrt hätte man sich nicht wünschen können.









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