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Sonntag, 29. April 2012, 08:47 Uhr

Von: Luise und Karoline Schleyer



Am Dienstag, dem 17.04.2012, hatten wir, die Klasse 8b, eine ganz besondere Biologiestunde. Herr Merkel hatte uns schon vor den Ferien angekündigt, dass wir demnächst einige Augen präparieren würden, worauf ein paar von uns zunächst angeekelt reagierten. Aber keine Angst, es waren nur Schweineaugen, was uns allerdings nicht wirklich umstimmte. Als dann der Tag kam, kamen auch die Schweineaugen, welche von Herr Merkel frisch aufgetaut wurden. Es waren insgesamt sechs Stück, die auf sechs Gruppen verteilt wurden. Zunächst saßen wir ziemlich erstaunt und nachdenklich da, weil wir uns nicht wagten, diese zu berühren. Unser Biologielehrer kam von Tisch zu Tisch, um uns Mut zu machen, endlich anzufangen und nicht so zurückhaltend zu sein.
Wie gesagt, so getan! Einige Gruppen fingen gleich an und schnitten die Augenlider, welche viel kräftiger als beim Menschen waren, mit Schere und Skalpell ab. Des Weiteren standen uns Pinzette, Nadel und Tuch zur Verfügung. Auch die Letzten der Klasse machten nach kurzer Zeit mit. Sie gingen zwar etwas zaghaft mit dem Sinnesorgan um, aber sie gaben ihr Bestes.
Nach dem Abtrennen der nichtverwendbaren Teile, wie zum Beispiel der Augenmuskeln kam das Auge zum Vorschein. Ein dunkelblaues, kleines und rundes Ding. Glitschig aber irgendwie auch interessant.

Die nächste Anweisung besagte, eine Öffnung hinein zu stechen, währenddessen man das Auge am Sehnerv festhielt. Hört sich zwar einfach an, aber benötigte doch etwas Kraft und sehr viel Fingerspitzengefühl.
Gleich war zu erkennen, dass der Glaskörper heraus floss  und das Auge zusammen fiel. Der Glaskörper war geleeförmig und durchsichtig. Mit ihm kam auch gleich die Linse zum Vorschein. Die Linse legten wir dann auf eine Textzeile, allerdings konnte man nur bei zwei Gruppen die Lupenwirkung erkennen. Bei den restlichen war sie im Laufe der Zeit schon etwas trüb geworden.

Nun schnitten wir das Auge in zwei Teile, um die Netz- und Aderhaut näher zu betrachten. Die Aderhaut war auffällig schwarz, da das Blut in den Gefäßen schon etwas älter war. Auf dieser Hälfte des Auges zeigte uns Herr Merkel auch noch den blinden Fleck, sowie die Lage des gelben, welchen wir ja auch schon zum Tag der Naturwissenschaften kennen gelernt hatten. Anschließend sahen wir uns die andere Augenhälfte an, vor allem die Iris, welche aus gutem Grund auch Regenbogenhaut genannt wird. Natürlich wurden nebenbei fleißig Fotos gemacht.

Am Stundenende waren wir alle davon überzeugt, dass das Auge eines der wohl interessantesten und spektakulärsten Sinnesorgane des Körpers ist und das wir alle viel schlauer geworden waren. Wir bedanken uns bei Herr Merkel für diese tolle Unterrichtsstunde und hoffen, dass wir noch sehr viele spannende Präparationen vor uns haben.









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