DeutschEnglish

Mittwoch, 28. April 2010, 11:19 Uhr

Von: Frederike Gladigau



Am 22.04.2010 war es wieder soweit: Viele Unternehmen und Universitäten in ganz Deutschland boten am Girls Day auch Mädchen die Chance, in eher für Jungen typische Berufe hineinzuschnuppern.
Hier in Weimar gab es die Möglichkeit, die Bauhausuniversität oder den Pharmabetrieb Bayer Schering zu besuchen.
Ich war mit zehn weiteren Mädchen bei Andrea Ißbrücker bei Schering zu Gast.
10.00 Uhr trafen wir uns in der Eingangshalle, dann wurden uns in einer Powerpointpräsentation einige allgemeine Informationen zum Unternehmen und den Ausbildungsmöglichkeiten präsentiert.
Bei Schering kann man sich in 3,5 Jahren zu Pharmakant/in, Chemielaborant/in oder Mechatroniker/in ausbilden lassen.
Die Pharmakanten bedienen dort die Maschinen zur Herstellung von Medikamenten, hier speziell zur Antibabypille.
Die Chemielaboranten sind in den Laboren dafür zuständig, die Qualität der Pillen zu prüfen.
Falls bei einer der Maschinen im Betrieb ein Fehler auftritt, ist es die Aufgabe des der Mechatroniker, diesen zu beheben, ansonsten sind sie nur für die Wartung dieser Maschinen zuständig.
Nach der Präsentation wurden wir zum Produktionsbereich geführt. Auf dem Weg dorthin sahen wir uns auch das voll automatisierte Hochregallager an – ein sehr eindrucksvoller Anblick.
Bevor wir aber in die Produktionshalle durften, mussten wir uns – den Hygienevorschriften geschuldet – Einwegkittel, -hosen, -schuhe und -hauben überziehen und unsere Hände waschen und desinfizieren.
Als all umgezogen und desinfiziert waren, wurden uns die verschiedenen Maschinen zur Granulierung (dabei werden die einzelnen Ausgangsstoffe zu einem Granulat verfestigt), zur Formgebung (aus dem Granulat wird ein Tablettenkern geformt) und zur Dragierung (eine Zuckerschicht wird um den Kern gebildet) gezeigt.
Auf diese Art und Weise werden bei Schering täglich mehrere Millionen Tabletten hergestellt.
Beim Verlassen des Produktionsbereiches mussten wir die Einwegkleidung wieder ausziehen und unsere Hände wieder waschen und desinfizieren.
Nachdem dies erledigt war, ging es weiter zum Verpackungsbereich.
Bevor wir diesen jedoch betreten durften, mussten wir uns ein weiteres Mal sterile Kleidung überziehen und unsere Hände einer Desinfizierung unterziehen.
Die Maschinen, die uns hier gezeigt wurden, verpackten die Tabletten, je 28 Stück pro Schachtel.
Anschließend gab es Mittagessen in der Kantine.
Nach dem Essen fuhren wir mit dem Taxi zu den Laboren für die Qualitätskontrolle in der Rießner Straße. Auch hier mussten wir wieder Kittel tragen, außerdem war es Pflicht, eine Schutzbrille aufzusetzen, da hier mit ätzenden Stoffen gearbeitet wird.
Bei der Kontrolle wird geprüft, ob die richtigen Stoffe in den richtigen Mengen vorliegen, ob die Pille die richtige Form und Größe hat, ob sie sich schnell genug löst, usw.
Alles in allem war es für mich eine sehr interessante Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.
Ich habe einiges über die Herstellung der Pille erfahren, aber auch viel über die Ausbildungsmöglichkeiten. Ich bin auf jeden Fall froh, an dem Girls Day teilgenommen zu haben.









<- Zurück zu: Nachrichtenarchiv

       

Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum