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Donnerstag, 23. April 2009, 22:31 Uhr

Von: Mathis Osburg



Auch dieses Jahr gab es für alle Französischschüler der 9. und 10. Klassen wieder die Möglichkeit, am einwöchigen Austausch mit unserer deutsch-französischen Partnerschule in Buc teilzunehmen. Für mich war es dieses Jahr das zweite Mal in der Nähe von Paris und ich würde jederzeit noch eine dritte Woche hinfahren.

Nach einer recht anstrengenden, ungefähr elfstündigen Busfahrt kamen wir gegen zwölf Uhr am Freitag, dem 27. März, in Buc an, wo man uns mit einem leckeren Mittagessen bereits erwartete. Gut gegessen, lernten wir dann unsere Austauschschüler kennen, die uns daraufhin einmal durch ihre Schule führten. Das Lycée franco-allemand in Buc ist eine besondere Schule. Alle lernen seit der fünften Klasse Deutsch als erste Fremdsprache und werden später parallel zu ihrem französischen Abitur auch ein deutsches ablegen. Das ist wahrscheinlich einer der maßgeblichen Gründe für das riesige Einzugsgebiet der Schule, die sogar über ein eigenes Netzwerk von Buslinien verfügt. Dieses Jahr war ich froh, dass ich mit 40 Minuten jeden Morgen einen weitaus kürzeren Schulweg zu bewältigen hatte, als das letztes Jahr mit knapp zwei Stunden der Fall war. Der Freitag endete weitgehend unspektakulär. Alle deutschen lernten ihre französischen Austauschfamilien kennen, für die es längst normal ist, dass immerzu ein deutschsprachiger Schüler da ist. In der Schule trifft man immer mindestens eine weitere Austauschklasse aus Deutschland. In meiner Familie überschnitten sich dieses Jahr fast die Gastschüler von meinen Gastgeschwistern.

Am nächsten Tag wollten wir mit einer Runde Bowling ins Wochenende starten. Da das Bowlingcenter allerdings maßlos überfüllt war, sind wir mit acht oder neun Franzosen und deren Austauschschülern ins Kino gegangen. Nach dem Film, mussten wir uns beeilen, sodass wir rechtzeitig zu einer Geburtstagsfeier nach Paris kamen. Dort verbrachte ich einen wunderschönen Abend mit lauter Musik und lernte viele neue Leute kennen, die ich über den Rest der Woche andauernd in der Schule wieder getroffen habe. Nachdem wir dann relativ verschlafen am nächsten Morgen wieder nach Hause kamen, legten wir noch einen kleinen Mittagsschlaf ein, durch den wir leider das Schwimmen versäumten, das für diesen Tag eigentlich geplant war. Also entschlossen wir uns den weiteren Tag relativ ruhig anzugehen, gingen ein bisschen Fußball spielen und schauten uns am Abend einen Film an.

Der Montag startete für alle Austauschteilnehmer mit einem kleinen Frühstück in der Schule. Anschließend konnten sich die deutschen Schüler während drei Unterrichtsstunden den französischen Unterricht genauer anschauen. Danach machten die Deutschen mit Hilfe eines ortskundigen Lehrers einen Rundgang durch den Versailler Schlosspark. Wobei uns das montags geschlossene Schloss selber dieses Jahr leider verwährt blieb.

Das Programm für Dienstag dagegen war gespickt mit lauter Highlights der Stadt Paris. Wir trafen uns wieder morgens in der Schule, um dann mit dem Bus nach Paris zu fahren und bei hervorragendem Wetter die Aussicht vom Eifelturm zu genießen. Gleich im Anschluss stand der nächste Programmpunkt an: Eine Bootsfahrt auf der Seine. Die halbe Stadt vom Fluss aus sehen – das macht schon was her. 

Besonders gefreut hatte ich mich auf Mittwoch. Endlich konnten wir einen Tag mit unseren neuen französischen Freunden durch die Stadt gehen. Es fing an mit der Besichtigung des Louvre. Nur wenig später hatten wir eine Führung im „La Defense“, dem Finanzviertel von Paris. Der Höhepunkt dort lag darin, dass wir mit dem Fahrstuhl auf die Grande Arche fahren konnten und Paris mal aus einer ganz anderen Perspektive sahen.

Aber schon einen Tag später war es leider wieder soweit – nach einer Woche musste man sich schon verabschieden. Dieses Jahr wäre ich wirklich gerne länger geblieben. Ich habe viele neue, lustige Leute kennen gelernt und meine Sprachfähigkeiten zumindest festigen können. Da kann man von Glück reden, dass alle französischen Partner am 9. Mai noch einmal für eine Woche hier vorbeischauen. Dann geht es um das Rahmenthema „90 Jahre Bauhaus – altgenössische und moderne Architektur“. 









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