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Donnerstag, 10. April 2008, 14:25 Uhr

Von: Luise Göbel



Den Politikern auf den Zahn gefühlt

„Warum müssen in einem so reichen Land wie der Bundesrepublik Tausende Kinder am Existenzminimum leben?“. „Welche Möglichkeiten haben Jugendliche, der Armut zu entfliehen?“. Solche und ähnliche Fragen stellten am Dienstag etwa 30 Jugendliche des Friedrich-Schiller-Gymnasiums zwei Politikern. Diese Veranstaltung, bei denen Schüler Fragen zu jedem Thema stellen dürfen und Politiker Rede und Antwort stehen müssen, handelt es sich um eine langjährige Tradition der Schule, die jährlich viel Anklang findet. „Ich möchte, dass die Jugendliche Politik nicht als etwas Trockenes verstehen, dass sie nichts angeht, sondern diese hautnah erleben.“, definiert Sozialkundelehrerin Monika Becker den Zweck dieser Diskussionsrunden. „Die Schüler sollen dabei die Antworten der Gäste kritisch beleuchten und aktiv an dem Gespräch teilnehmen.“

Wie jedes Jahr war auch dieses Mal der Klassenraum voll besetzt. Der Einladung der Klasse 10b, die die Diskussion organisiert hatte, waren Dieter Hausholt, Fraktionschef der Linken im Landtag, und Peter Krause, Stadtratsmitglied der CDU, gefolgt. Letzter nahm sogar schon zum dritten Mal an der Veranstaltung teil. Doch diesmal interessierten sich die Jugendlichen nicht nur für Kommunal-, sondern vor allem für die Sozialpolitik in Deutschland und fragten ganz genau nach, welche Unterstützungen es für bedürftige Kinder gibt. Dabei wurden jedoch die Antworten der Politiker nicht einfach akzeptiert, sondern kritisch unter die Lupe genommen und viele Nachfragen gestellt. Rege diskutiert wurden hierbei hauptsächlich Fragen der Finanzierung der Fördermittel, nach der sozialen Gerechtigkeit und ob der Sozialstaat in der heutigen Zeit überhaubt noch tragbar sei. „Damit konnte ich perfekt den Bogen zu meinem Unterricht schließen, in dem wir gerade mit der 11. Klasse die Sozialpolitik behandeln. Alle Fragen, die dazu in der Schule aufgewurfen wurden, konnten direkt an die Menschen gestellt werden, die die Macht haben, etwas zu verändern.“, zog Monika Becker ihr Resümee.

Auch wenn das Gespräch nach anderthalb Stunden leider abgebrochen wurde, waren sich am Ende alle einig, dass drindend etwas am Sozialsystem Deutschlands verändert werden muss. Und auch in dem Punkt, dass in einem Jahr die nächste Diskussionsrunde stattfinden wird, dann mit einem anderen Thema, das den Jugendlichen des FSG auf dem Herzen brennt.









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