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Donnerstag, 15. November 2007, 19:13 Uhr

Von: Martin Leibrock, 10A



Schulleiter J. Etzhold (Vordergrund) und die Jury

Teilnehmer Kl. 5/6

Teilnehmer Kl. 7-9

Teilnehmer Kl.10 / Kurs 11/12

Vortragen ist eine Kunst

Die Kunst des Vortragens haben 63 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 12 des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Weimar einen ganzen Nachmittag lang demonstriert. Gedichte der humorvollen Art waren angesagt, getreu dem Motto des Münchner Komikers Karl Valentin: „Wie die Maler heute malen, wie der Dichter heute dicht, so will ich jetzt humoristeln, ob es gut ist oder nicht.“ Etwa 150 Zuhörer waren ins Gewölbe der Stadtbücherei gekommen, Schüler, Eltern und natürlich die Jury, die die Art des Vortrages zu bewerten und Gewinner zu küren hatte. Die Gedichte hatten die Schüler selbst ausgesucht. Mit Hingabe deklamierten sie die Verse, mit viel Mimik und Gestik, sehr zum Vergnügen der Zuhörer. Als Gewinner der Klassen 5 und 6 wählte die Jury Moritz Hoffmann (3.), Felix Schölzel (2.) und, auf Platz 1, Till und Theo Thiele. Die beiden Brüder boten den witzigsten Dialog des Nachmittags, indem sie zehn Minuten durch engagiertes Rezitieren begeisterten. In der Klassenstufe 7 bis 9 kamen auf Platz 3 Christiane Drysz, auf Platz 2 Lisa Saßmannshausen und auf Platz 1 Claudia Danner, die den „Blusenkauf“ von Otto Reuter mit viel Herz, Körpersprache und Esprit vortrug. Das Gedicht nimmt das Rollenverhältnis zwischen Mann und Frau auf, ein Thema, das auch in der Klassenstufe 10 bis 12 für Kontroversen sorgte. Oliver Scholz stellte den Mann als Krone der Schöpfung in seinem Gedicht vor, was Anja Rahaus mit der von ihr angestimmten „Ode an die Männer“ dementierte. Die von männlichen Schülern dominierte Jury schlug sich auf die Seite von Oliver Scholz, vor allem wegen seines fesselnden Vortrages, aber auch Anja Rahaus konnte sich über den dritten Platz freuen. Platz 2 belegte in dieser Klassenstufe Johanna Kaselow mit dem „Zauwerlährling“ von Lene Voigt.

Damit die Lust am Rezitieren und Lesen anhält, stifteten der Weimarer Schillerverein und der Schulförderverein gemeinsam Büchergutscheine in Höhe von 15, 10 und 5 Euro jeweils für die drei Erstplatzierten. Schulleiter Jochen Etzold zeigte sich begeistert von seinen Schülern. Auch der Namenspatron Friedrich Schiller hätte seine Freude an den rezitierfreudigen Eleven, die seinen Namen tragen. Wenn man so will, ein vorweggenommenes Geburtstagsgeschenk. Am darauf folgendem Samstag hatte Schiller seinen 248.!









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