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Donnerstag, 07. Mai 2015, 17:55 Uhr

Von: Schülern und Schülerinnen der Klasse 10 a



„Wir sind reif für die Insel Rügen“

steht auf einem Ortsschild in Putgarten. Und irgendwie stimmt das auch! Zwischen unseren Klassenfahrten nach Grünheide, nach Hohegeiß, ins Skilager und nach Dresden in den vorausgegangenen Schuljahren und der bevorstehenden BLF waren wir einfach reif für die Insel!

Es war unsere Wunschfahrt, denn am 1. Schultag hatte die Mehrheit für die Ostsee votiert.

Am 20. April ging es los. Unser Bus vom Busunternehmen Buchenau aus Herleshausen kam pünktlich mit der Gruppe aus Erfurt an. Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, gab es für Paula ein Geburtstagsständchen und für uns alle Kuchen. So schön kann eine Klassenfahrt beginnen.

Nach einer langen Fahrt kamen wir – wohlbehalten und ohne Stau – im Jugenddorf Wittow an. Wir bezogen unsere Zimmer und richteten uns ein. Bei den Mädchen ging das auch ganz entspannt, bei den Jungs war das etwas schwieriger. Die Zimmer waren für 5 – 6 breitschultrige junge Männer einfach etwas eng! Und Abstellmöglichkeiten für die Taschen gab es auch nicht ausreichend und für die Einkäufe von Netto erst recht nicht! 

Das Abendessen war in Ordnung, das Gelände auch und der Strand war nur einige Meter entfernt.

Am Morgen des zweiten Tages auf Rügen stand eine Fahrt in den Osten der Insel an. Verschiedene Ziele standen auf dem Programm. Darunter zuerst ein Ausflug zu den Kreidefelsen Königsstuhl. Nicht ohne Grund sind sie ein großes Aushängeschild der Insel. Anschaulich wird multimedial sowohl die erdgeschichtliche Entwicklung der Felsen, als auch die Bedeutung des alten und inzwischen in Europa selten gewordenen Buchenwaldes rund um den Königsstuhl dargestellt.

Wir besuchten zuerst ein spannendes Video über die Verbreitung der Buchenwälder. Nachdem wir auf dem Königsstuhl eine atemberaubende Aussicht genossen hatten, nahmen wir noch an einer interakiven und dadurch umso interessanteren Ausstellung über die Entstehung der Kreidefelsen teil. Leider waren wir durch die manchmal unterschiedlichen Ziele der anderen Gruppe etwas im Stress, so dass wir sehr schnell durch die Ausstellung gingen.

Nur wenige Busminuten entfernt lag der Hafen der kleinen Stadt Sassnitz. Diese hat einen besonders schönen Hafen mit allerlei Möglichkeiten zum „Gruschdeln“, welches wir als Merkelsches Wort für „Bummeln“ in unseren Wortschatz aufgenommen haben. Als letzter Punkt des Ausfluges lag der alte Kraft-durch-Freude-Gebäudekomplex aus NS-Zeiten auf der Route. Dieses über vier Kilometer lange Gebäude sollte bis zu 20.000 deutschen Arbeitern und deren Familien gleichzeitig die Möglichkeit zum Urlaub am Meer bieten. In den letzten 70 Jahren wurde es zeitweise von der Nationalen Volksarmee und später der Bundeswehr zu militärischen Zwecken genutzt, ist heute jedoch zu großen Teilen verfallen. Da es jedoch einen erheblichen Aufwand benötigen würde, diese Betonfestung abzureißen und sie zudem auch unter Denkmalschutz steht, soll sie in den nächsten Jahren zunehmend zu neuem Wohnraum umgestaltet werden.

Zurück in unsere Unterkunft brachte uns wie immer sicher Busfahrer Jörg und wir konnten den verbliebenen Nachmittag selbst gestalten.

Am Mittwoch, dem 22.04., haben wir uns vogenommen, eine Fahrradtour zum Cap Arkona zu unternehmen. Leider gab es schon nach den ersten 200 Metern erste Komplikationen, da unsere Fahrräder nicht auf dem neusten Stand waren. Stark wie wir sind, konnten wir alle Probleme überwinden und haben es zum Cap geschafft. Dort erwarteten uns 2 Stunden Freizeit und das kleine nette Fischerdorf Vitt und ein wundervoller Ausblick aufs Meer. Die bis zu 42 Meter hohen Steilwände am nördlichsten Punkt Rügens und die beiden Leuchttürme regten uns zum Schwärmen an. Zum Glück verlief die Rückfahrt ohne weitere Vorkommnisse. Da dies unsere kürzeste Unternehmung war, hatten wir nachmittags genügend Zeit, uns unserer Freizeit zu widmen. 

Am 4. Tag unserer Klassenfahrt erwarteten uns eine Menge sportlicher Aktivitäten. Wie jeden Tag verzehrten wir erst einmal unser Frühstück, um dann unseren ca. einstündigen Weg nach Samtens ins Sport- und Freizeitzentrum Störtebeker anzutreten. Dort erwartete uns ein großzügiges Angebot. Nach einer freundlichen Einführung in die Örtlichkeiten schmissen wir uns in unsere Sportausrüstung. Es bot sich uns eine große Auswahl an Möglichkeiten der Beschäftigung. Wir konnten Bowlen,  Kegeln, Tennis, Badminton und Squash spielen, im Fitnessbereich trainieren, schwimmen und in die Sauna gehen. Auch ein leckeres Mittagessen konnte man im Hotelrestaurant erwerben. Nachdem wir uns schließlich gründlich ausgepowert hatten, traten wir den Rückweg an. Trotz des Windes genossen wir zusammen unseren letzten Tag, um uns am Abend für die Heimfahrt vorzubereiten. 

Es war eine schöne, interessante und auch anstrengende Klassenfahrt und ein perfekter Abschluss, bevor wir aus unserer Klassengemeinschaft ins Kurssystem entlassen werden. 









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