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Montag, 26. Mai 2014, 13:04 Uhr

Von: Klasse 6a



Abfahrt in Weimar

Wattwanderung

Unter der Kugelbaake

Stadtrallye statt Helgoland

Im Geounterricht der Klasse 5 wird das Thema Nordsee ausführlich behandelt. Unser Geografielehrer Herr Etzhold berichtete ausführlich von einer Überfahrt zur Insel Helgoland bei Windstärke 6. Hoher Wellengang und starker Wind sorgten damals für starke Beschwerden bei allen Passagieren. Die Ausführungen zur Insel und den Sehenswürdigkeiten weckten in uns das Interesse, den Vogelfelsen, die Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg und die Hafenanlagen selbst einmal kennenzulernen. Natürlich hofften wir insgeheim auf eine ähnlich spannende Überfahrt. Also beschlossen wir eine geografische Exkursion nach Cuxhaven durchzuführen. Unsere Klassenlehrerin, Frau Keller, hatten wir schnell überzeugt und auch bei Herrn Etzhold war das Interesse schnell geweckt. Als nächstes wurde in einer Elternversammlung die Idee vorgestellt. Im Ergebnis dieser Beratung waren sich schließlich alle einig, diese Exkursion vorzubereiten. Als möglichen Zeitraum wählten wir eine Woche vor den Oktoberferien.

Mit gespannter Erwartung traten wir am Morgen des 14.Oktober unsere erste Klassenfahrt in einem modernen Reisebus nach Cuxhaven an.

1. Anreise und Wattwanderung

Um 8.00 Uhr fuhren wir vom Hermann-Brill-Platz ab. Vorher machten wir Fotos und verabschiedeten uns von unseren Eltern. Die 1. Autobahn war die A71 Richtung Sömmerda. Wir redeten miteinander, hörten Musik und einige lasen ein Buch oder eine Zeitschrift.

Wir fuhren durch die Bundesländer: Thüringen, Hessen, Niedersachsen. 100 km Fahrt nach 1 Stunde und 30 Minuten. Die nächste Autobahn war die A38, die Südharzautobahn. Nordwestlich von Thüringen. Es war zwischen 2°C und 9°C. Die nächste Autobahn war die A7 von Kassel nach Hamburg. Die erste Pause auf einem Rastplatz dauerte ca. 15 bis 25 Minuten. Dann kam der erste und einzige Stau, für 30 Minuten. Das Wetter war sehr sonnig und wir schauten später einen Film: Willkommen bei den Sch’tis. Es war ein super lustiger Film. Nur noch 180 km bis zu unserem Ziel. Die nächste Pause dauerte 30 Minuten auf dem Rastplatz Allertal. Der Bus wechselte auf die A27 Richtung Bremen. Es sind noch ca. 80 km und der halbe Bus spielte Karten. Wir kamen an und schon ging es weiter zur Wattwanderung…

Das Wattenmeer gehört zum Weltkulturerbe. Ebbe und Flut wechseln täglich 4-mal. Während der Wattführung wurde uns erklärt wie Ebbe und Flut entstehen. Die Wattführerin zeigte uns viele Tiere wie z.B. den Wattwurm oder die Wattschnecken. Wer wollte, durfte auch einen fetten Wurm anfassen. Vielen hat es Spaß gemacht und es war sehr interessant. Wir haben viel über das Leben der Tiere im Watt gelernt und haben zum Schluss eine Art „Wattmuschelrennen“ durchgeführt. Nach dem Abendbrot haben wir unsere Zimmer eingerichtet und es gab noch viel zu erzählen.

2. „Alte Liebe“ und Seehundsbänke

Dienstag früh begannen wir den Tag mit dem ersten Morgensport. Nachdem wir fertig waren gingen wir vom Strand zurück zur Jugendherberge. Dort aßen wir in der Cafeteria unser Frühstück und packten unsere Lunchpakete. Von der Jugendherberge liefen wir ca. 4 km bis zur „Alten Liebe“ mit Zwischenstopp an der Kugelbaake. Einer Holzkonstruktion die den Seefahrern den Weg weisen sollte. Später an der „Alten Liebe“ angekommen legten wir eine Mittagspause ein und beobachteten die Schiffe. Die ca. 4 km vor Cuxhaven liegenden Seehundsbänke sind eine der Hauptattraktionen der Stadt. Sie besuchten wir am Dienstag mit Zwischenstopp an der „Alten Liebe“, einen alten Schiffsanleger, von dem aus wir Frachtschiffe von und nach Hamburg beobachten konnten. Über Lautsprecher wurden wir informiert, wohin die Schiffe fuhren. Nach der Mittagspause warteten wir eine Weile bis unser Passagierschiff zu den Seehundsbänken ablegte. Die Fahrt zu den Bänken dauerte ungefähr eine Stunde. Die niedlichen Seehunde sind scheue Lebewesen. Der Kapitän schaltete den Motor ab und es galt besondere Ruhe zu bewahren, um die Seehunde nicht zu vertreiben. Nach der Ankunft im alten Fischereihafen legten wir den Weg zur Jugendherberge zu Fuß zurück und besuchten zwischenzeitlich noch einen kleinen Tierpark. Die Hasen hatten es uns besonders angetan. Nach dem Abendessen spielten die Jungen zwischen den Dünen Fußball. Die Mädchen vertrieben sich die Zeit und spielten Werwolf.

3. Klimahaus Bremerhaven

Nach dem Frühstück um 8.00 kam ein Bus und wir fuhren eine Stunde nach Bremerhaven. Unser Ziel war das Klimahaus. Im Klimahaus besuchten wir in kleineren Gruppen verschiedene Ausstellungsräume, die die einzelnen Klimazonen wie zum Beispiel Wüste, tropischer Regenwald oder Antarktis zeigten. Es war ein Rundgang über fünf Kontinente und zum Abschluss betrachteten wir ein großes Aquarium. Die Eindrücke waren so vielfältig, dass wir uns entschlossen einen zweiten Rundgang durchzuführen. Es gab viele lustige Experimente und Versuche zum Ausprobieren. Vor der Rückfahrt teilte sich die Klasse auf und ging entweder zu einem U-Boot mit Herrn Etzhold oder mit Frau Keller zum Zoo. Die Jungen interessierten sich vor allem für das U-Boot. Um 17:00 Uhr fuhren wir zurück in die Jugendherberge. Nach dem Abendessen um 20:00 Uhr traten wir eine Nachtwanderung an. Wir liefen mit Taschenlampen durch die Dünen bei Cuxhaven auf der Suche nach dem Friedhof. Doch wir fanden ihn nicht und gingen durch hell beleuchtete Straßen zurück. Nach diesem schönen Tag spielten die Mädchen Werwolf, die Jungen Fußball. Alle gingen gegen 21:30 Uhr erschöpft zu Bett.

4. Helgoland, Stadtrallye

Nach dem Morgensport genossen wir unser Frühstück und wollten anschließend nach Helgoland mit dem Schiff fahren, doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Obwohl „nur“ Windstärke 9 war, fuhren die Schiffe leider nicht. Überfahrten sind nur bis Windstärke 6 möglich. Nach langen Überlegungen schickten uns unsere Lehrer in den strömenden Regen, um eine Stadtrallye zu absolvieren. Als wir wiederkamen, waren die Zettel und unsere Kleider vollkommen durchnässt. So trockneten Herr Etzhold und Moritz die Sachen mit einem Trockner. Danach wurden die Gewinner gekürt.

Anschließend gingen wir zu einem Salzwasserbad und wurden auf der Strandpromenade fast weggepustet. In dem Schwimmbad gab es eine Rutsche, ein Wellenbecken und ein Thermalbecken. Als wir das Schwimmbad verließen, war es bereits später Nachmittag. 18.00 Uhr verspeisten wir gierig unser Abendbrot und verschwanden anschließend in unseren Zimmern. Da wir sehr müde waren, schliefen wir erstaunlich „schnell“ ein.

5. Check out

Morgens packten alle ihre Taschen und räumten die Zimmer auf. Die Frühsportgruppe fiel spärlich aus, Tim und Herr Etzhold waren die Einzigen, die sich um ihre Fitness kümmerten… Als alle halbwegs zufrieden mit der Ordnung der Zimmer waren ging es zum Frühstück. Wir aßen gemeinsam und machten uns, nachdem wir gegessen hatten, noch ein Lunchpaket für unterwegs. Nun kam es drauf an, die Mitarbeiter der Herberge besichtigten unsere Zimmer und kontrollierten, ob auch alles besenrein und aufgeräumt ist. Wir hatten Glück, denn alle Zimmer waren perfekt aufgeräumt. Alle griffen ihre Taschen und wir gingen gemeinsam zum Bus, der uns nach Hause bringen sollte. Der Busfahrer verstaute unsere Taschen und wir stiegen ein. Wir fuhren eine Weile und stoppten dann an einer Raststätte. Als alle etwas gegessen hatten und von der Toilette wieder kamen, ging die Fahrt weiter. Der Bus-Fernseher zeigte „Kevin allein in New York“. Manche folgten gespannt dem Film und andere schliefen dabei ein. Der zweite Halt folgte zugleich. Gegen 16 Uhr kamen wir pünktlich mit dem Bus in Weimar auf dem Hermann-Brill-Platz an. Als alle heil und froh ihren Eltern in die Arme fielen, wussten wir alle, dass die Klassenfahrt auch trotz der missglückten Überfahrt nach Helgoland ein voller Erfolg war!!!









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