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Montag, 22. April 2013, 20:03 Uhr

Von: Kurt Woischytzky



Aaron Wild wird für Thüringen in Berlin antreten

Aaron Wild wird für Thüringen in Berlin antreten

Einleuchtende Argumente: Finaldebatte Plenarsaal

Einleuchtende Argumente: Finaldebatte Plenarsaal

Landtagspräsidentin Birgit Dietzel mit den Finalisten

Landtagspräsidentin Birgit Dietzel mit den Finalisten

Die Zeit läuft: Punktgenaue Auswertung in der Jury

Die Zeit läuft: Punktgenaue Auswertung in der Jury

Es konnte nur ein Glückstag für den Achtklässler Aaron Wild werden: Genau an seinem Geburtstag stand er nicht nur vor einer großen Torte mit 14 Kerzen, sondern auch im ebenso kreisrunden, aber bedeutend größeren Plenarsaal des Thüringer Landtags. Seine wohlmöglich größte Überraschung erstritt er sich am Nachmittag des 17. April beim "Jugend debattiert"-Landesfinale: Mit seiner fokussierten Argumentation überzeugte er die Jury des Redewettstreits und erlangte so den zweiten Platz in der Endwertung. Doch damit ist der Wettbewerb für ihn noch nicht beendet: Als einer der besten Debattanten in seiner Altersklasse wird er bald das Land Thüringen in der Bundesqualifikationsrunde mit vertreten. "Soll Artikel 23 der Thüringer Verfassung dahingehend ergänzt werden, dass Eltern ihre Kinder bis zur 4. Klasse zuhause unterrichten dürfen?" - Die diesjährigen Streitfragen wurde auch im Hinblick auf den 20. Jahrestag der Thüringer Verfassung ausgewählt, erklärte Landtagspräsidentin Birgit Dietzel. "So können die Schüler über ein Thema debattieren, das genau an diesem Ort auch in der großen Politik kontrovers erörtert wird." Die CDU-Politikerin Dagmar Schipanski fügt hinzu: "Ich freue mich, dass unsere Schüler hier mit Worten kämpfen, und nicht mit den Fäusten." Als die Debattanten ihre Plätze an den Tischen der Pro- und der Kontra-Seite einnehmen, macht sich Stille im ganzen Saal breit. Dort, wo vorher noch das Stimmgewirr der unzähligen Schüler zu hören war, die aus dem ganzen Freistaat mit anreißten, um die Kandidaten ihrer Schulen zu unterstützen. Ein klein wenig zittert Wild, als er das vor ihm liegende Mikrofon in die Hand nimmt. Seine Stimme klingt dennoch zielsicher und aufgeweckt. "Ich bin froh, meine Nervosität übersiegt zu haben," sagt er mit einem zufriedenen Lächeln nach der Auswertung. Und sein rotes T-Shirt gewinnt dabei farblich langsam wieder die Oberhand über seine vor Aufregung angelaufenen Ohren. "Ich bin in den Wettbewerb ohne große Erwartungen gegangen und hätte nicht damit gerechnet, bald in Berlin vor einer noch größeren Herausforderung zu stehen," resümiert er seine Erlebnisse, und fügt lachend hinzu: "Jetzt werde ich aber erst einmal mit meinem Bruder nach Hause fahren und meinen Geburtstag feiern - und meine tolle Debatte natürlich!"









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