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Samstag, 09. Juli 2011, 09:28 Uhr

Von: Nick Bröhl und Anne-Jule Jaensch



Wir trafen uns am Wandertag der Weimarer Schulen morgens auf dem Parkplatz der Gedenkstätte, wo  wir unserer Betreuerin vorgestellt wurden, und suchten unseren Seminarraum auf, in dem wir uns anhand von Bildern in die Materie Konzentrationslager und Drittes Reich einarbeiteten.

Nachdem wir uns den Film im Kino der Gedenkstätte angesehen hatten, gingen wir dann zum eigentlichen Lager und besichtigten dort zuerst das Torgebäude und den ehemaligen Bärenzwinger im Privatzoo der SS. Nachdem wir uns einen Überblick über den Lagerbereich von einem der Wachtürme aus verschafft hatten, betraten wir dann das eigentliche Lagergelände und besichtigten zunächst das Krematorium.  Die Schüler waren sichtlich bedrückt von der Atmosphäre, die in den verschiedenen Räumen herrschte.

Als nächstes suchten wir die noch original erhaltene Kleiderkammer, die heute als Ausstellungsgebäude genutzt wird. Wir bekamen eine halbe Stunde Zeit um eine Ausstellung unserer Wahl besichtigen zu können, wählen konnte man zwischen der Dauerausstellung zur Lagergeschichte Buchenwalds in den ersten beiden Etagen und einer momentan zu besichtigenden Fotoausstellung, „Schwarz und Weiß“, sowie einer sich im angrenzenden Gebäude befindlichen Kunstausstellung von Bildern, die von Häftlingen während oder nach ihrer Haft angefertigt wurden. Als sich alle wieder zusammengefunden hatten machte man sich gemeinsam auf den Weg zur letzten erhaltenen Baracke, die nach ihrem einstigen Abtransport heute wieder in Buchenwald steht. In ihr werden heute Fundstücke, die noch immer auf dem Gelände ausgegraben werden, gelagert.

Als letzte Station unseres Besuches versammelten wir uns um die Gedenkplatte, die ganzjährig auf 37°C geheizt wird, um die menschliche Körpertemperatur zu symbolisieren, die alle Menschen gemeinsam haben.

Dieser Tag mit seinen vielen erschütternden, erschreckenden und traurig stimmenden Erkenntnissen über das Lager Buchenwald und den Terror der Nazizeit hat alle Schüler nachhaltig geprägt und ist mit Sicherheit eine der lehrreichsten Lektionen gewesen, die wir während unserer Schulzeit erlernt haben. Wir denken dass der Besuch des Lagers zu einem besseren Verständnis für die Zeit des Nationalsozialismus und der Verfolgung Andersdenkender führt, und jeden nachhaltig begreifen lässt, dass derartiges nie wieder geschehen darf.









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