DeutschEnglish

Dienstag, 08. März 2011, 15:50 Uhr

Von: Frau G. Schmidt



Schon vor einigen Wochen – nämlich am 26.01.2011 – versammelten sich viele Schüler der Thüringer Gymnasien in verschiedenen Schulen des Freistaates, um am Certamen Thuringiae, dem Thüringer Lateinwettbewerb, teilzunehmen. Auch aus Weimar und Weimar Land wollten die besten Lateiner ihre Kenntnisse vergleichen. Die Schüler der 7. und 8. Klassen, die bereits seit der 5. Klasse Latein lernen, mussten eine Fabel vom Frosch und Ochsen übersetzen, die Schüler der 9. und 10. Klasse eine Sage vom Auszug der Plebs auf den Heiligen Berg (angeblich 494 v. Chr.) und die Schüler der 11. und 12. Klasse bekamen einen Text von Cicero. Aus unserer Schule haben Jasmin Zimmer, Charlotte Walter aus der 10.Klasse, Franziska Jahn, Dagmar Schubert aus der 11. Klasse und Wolfram Schubert aus der 12. Klasse teilgenommen.

Für die Schüler brach dann eine lange Zeit des Wartens an. Erst einen Monat später wurden die Schulen informiert, wer zu den Preisträgern gehört. Und so wuchs die Spannung am SchillerGymnasium und  am Goethe-Gymnasium in Weimar sowie am Marie-Curie-Gymnasium in Bad Berka, denn die Platzierungen wurden immer noch nicht verraten.

Am Sonnabend, dem 5.2., sollte das große Geheimnis dann aber aufgelöst werden. Im Hauptgebäude der Uni Jena fand die feierliche Preisverleihung statt. In ihrer Festrede stellte Frau Flaig, Vorsitzende vom Thüringer Altphilologenverband, u.a. die Begriffe Leistung, Erfolg, Ausdauer, Begabung, Elite und gesellschaftliches Ansehen in den Mittelpunkt.

Die Grußworte vom Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur überbrachte Herr Liebrenz. Er betonte, dass das Arbeiten mit lateinischen Texten und deren Rezeption äußerst wichtig für die Bildung ist, weil Exaktheit gefordert wird und weil wir im heutigen modernen Europa etwas über die „Alte Welt“, also über unsere Ursprünge,  wissen sollten. Um die Exaktheit und Logik des Lateinischen hervorzuheben, benutzte er ein treffendes Zitat von Hans Zimmermann: „Latein ist die Mathematik der Sprachen.“ Da musste vor allem Franziska Kahnt aus Bad Berka schmunzeln.

Sie ist in beiden Fächern gut, hatte sie doch erst in der letzten Woche den 1. Preis bei der 50. Mathematikolympiade in der Klassenstufe 8 belegt. Und nun belegte sie den 2. Platz im Lateinwettbewerb! Auf Platz 3 folgte ihr gleich ein weiterer Weimarer Schüler: Robert Bock vom Goethe-Gymnasium.
In der Klassenstufe 9/10 nahmen besonders viele Schüler teil: 135 der besten Thüringer Lateinschüler! Vom Schiller-Gymnasium hatten  2 Schülerinnen der Klassenstufe 10 teilgenommen und beide waren zur Preisverleihung eingeladen worden! Jasmin Zimmer konnte sich über den 6. Platz freuen, aber Charlotte Walter musste sich bis zum Schluss gedulden. Umso größer war die Freude dann bei ihr, den Eltern und bei mir als Lateinlehrerin, als sie als Siegerin nach vorn gerufen wurde.

Wolfram Schubert hat ebenfalls eine sehr gute Platzierung erreicht, die eigentlich zur Teilnahme an der 2. Stufe des Lateinwettbewerbes berechtigt. Leider ist er, wenn diese stattfindet, schon kein Schüler mehr ...
Charlotte setzt mit ihrem Sieg schon fast eine Tradition am Schiller-Gymnasium fort, denn in den letzten Jahren gab es mehrere Siege bzw. ausgezeichnete Platzierungen: Martin Schubert, Dagmar Schubert, Valentin Kusch, Edith Kerkmann. Insgesamt kann man sagen, dass der Lateinwettbewerb 2011 für uns sehr erfolgreich war.

Gratulamur vobis de victoria, victores Certaminis Thuringiae MMXI!









<- Zurück zu: Nachrichtenarchiv

       

Sitemap  |  Kontakt  |  Impressum