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Sonntag, 30. August 2009, 17:12 Uhr

Von: M. Zimmer, O. Dörfler



Wir sind die Gruppe Stadtführung Weimar!

Wir trafen uns am Montag vor dem Schillerhaus. Dort hielten Leo, Johannes und Markus einen Vortrag über das Leben Schillers in Weimar. Nachdem wir die wichtigsten Wohnhäuser Schillers besichtigt hatten ging es weiter zum Jakobsfriedhof. Dort haben wir uns die erste Ruhestätte Schillers, das Kassengewölbe angesehen. Anschließend besuchten wir das Goethe-und Schillerarchiv.  Als nächstes stand das Resdidenzschloß auf dem Plan. Im Innenhof trug uns Leo seine Ausarbeitungen über das Verhältniss zwischen Schiller und Carl August vor.  Dann ging es weiter zum Platz der Demokratie von dem man einen wunderbaren Ausblick auf das Zweitschloss der Herzogfamilie, später die Musikhochschule, Franz Liszt, hat.  Unser Weg führt uns weiter zum Frauenplan, wo wir das Goethehaus begutachteten. Das nächste Ziel war der historische Friedhof, wo uns über das fürstengrab Goethes und Schillers berichtet wurde. Die letzte Etappe unseres Rundgangs beinhaltette das Nationaltheater wo Schiller seinen Gedanken freien Lauf lassen konnte. Es war ein aufschlussreicher Rundgang durch Weimar.

Schiller kam 1887-1789 auf Bitte der C. von Kalb nach Weimar. Außerdem zogen ihn geistige Größen wie Goethe, Herder und Wieland in ihren Bann. In Weimar wurde Schillers dichterisches Genie gefördert; wogegen er in seiner heimat Wittemberg ein Schreibverbot erhalten hatte. In Weimar entwickelte sich eine Freundschaft zu Wieland, der Schiller Zugang zu seiner Privatbibliotek gestattete (siehe Bild). In den ersten Jahren wohnte er im Haus am Frauenplan nahe Goethes Wohnstätte, wo er täglich mehrere Stunden am Schreibtisch saß und arbeitete. Durch historische Schriften (z.B. Geschichte des Abfalls der Niederlande“) versuchte er, seinen Lebensunterhalt zu sichern. Hinweise Wielands auf sein dramatisches Talent ignorierte er. Da er sich sicher war, die Geschichte entspreche seinem Können am meisten, nimmt er eine Berufung an der Jenaer Universität an. Nach seiner Antrittsvorlesung 1789 bleibt er 10 Jahre in Jena.

Nachdem er 1799 nach Weimar zurückkehrt, zieht er in die Windischenstraße Nr. 8. Mittlerweile ist er im literarischen Europa weit bekannt. Es gibt jedoch Spannungen zwischen Schiller und Herzog Carl August. Es ist die Zeit nach der französichen Revolution und die Landesfürsten sind sensibel, was das Verfassen regierungskritischer Texte betrifft.  So hat Carl August an fast jedem Stück Schillers etwas auszusetzen. Außerdem mischt sich Carl August häufig in literarische Schaffensfragen. Zum Beispiel verbietet er die Aufführung  der „Jungfrau von Orleans“. Schiller denkt teilweise daran, Weimar wieder zu verlassen. Nur sein mittlerweile freundschaftliches Verhältnis zu Goethe hält ihn in Weimar. 1802 zieht die Familie Schiller in ihr eigenes Haus. Es bietet gute Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten. Zudem wird er noch im selben Jahr geadelt. Die letzten Jahre Schillers sind geprägt vom schaffen dramatischer Werke. Schiller ist häufig krank und stirbt jung im Alter von 46 Jahren an Tuberkulose und einer daraus folgenden Lungenentzündung.









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