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Montag, 23. März 2009, 09:51 Uhr

Von: Walter Eichhorn


Zweimal Silber für Handball-Jungen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums zum Thüringer Landesfinale, am 19.3.2009 in Gera!


Zweimal Platz zwei erreichten die Schüler des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Weimar am 19.3.2009 in Gera zum Thüringer Landesfinale Handball im bundesweiten Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“. Trotz dieser sehr guten Bilanz wollte wahre Freude nicht so recht aufkommen, da man zwar Silber gewonnen, aber auch zweimal den Turniersieg und damit die Wiederholung der Teilnahme am Bundesfinale (WK III) aus dem Vorjahr knapp verpasst hatte…

Besonders die diesmal von Sportlehrer Uwe Ludwig in der Sporthalle Birkenstraße, in Gera Lusan, sehr umsichtig betreuten Jungen der WK III (Klasse 6-8) waren ganz dicht dran: Nach souveränen und relativ leicht erspielten Siegen gegen die Schüler der „B.-v.-Suttner-Schule“ aus Mechterstädt und vom „Elisabeth-Gymnasium“ Eisenach - mit 17:8 bzw. 17:7 - unterlag man im Finale dann jedoch äußerst knapp und unglücklich mit 13:14 gegen die zweite starke Mannschaft des Turniers, die Jungen vom Holzland-Gymnasium Hermsdorf. Ausgerechnet in diesem Entscheidungsspiel gab es nach Auskunft Herrn Ludwigs eine Reihe von ungenutzten „100%igen“ Tor-schancen und ein paar Unachtsamkeiten in der sonst so sicheren Abwehr der Schiller-Schüler. Aus dem Vizelandesmeister-Team des Schiller-Gymnasiums ragten die „Schützen vom Dienst“ Felix Hölbing und Maximilian Hecht (beide 11 Tore), Philippos Paul Thönes (10 Tore), der Jüngste im Team - Sebastian Hammer (8 Tore) und Richard Niemann (6 Tore) heraus. Ebenso hatten die Torhüter Toni Haberland und Maximilian Schmidt sowie Aufbauspieler Hannes Boden (1 Tor) und die abwehrstarken Jonathan Lange, Friedrich Gerstenhauer und Alexander Ehl ihren Anteil an dieser Silbermedaille auf Landesebene. Die 47 erzielten Treffer in insgesamt nur 60 Minuten Spielzeit zeugen von attraktivem Tempohandball der Schiller-Schüler, die ca. alle 76,5 Sekunden ins gegnerische Gehäuse trafen…

In der WK II (Klassen 9-11) war das Turnier ausgeglichener besetzt und die Mannschaften fast ausnahmslos mit aktiven Vereinsspielern bestückt. Ich durfte die älteren Jungen des Schiller-Gymnasiums zu ihrem Landesfinal-Turnier in der Geraer „Panndorf-Halle“ betreuen. Leider hatten wir in der WK II á priori das Handicap zu tragen, dass uns mit Patrick Völkner einer der wichtigsten, vereinserfahrenen Spieler im Rückraum und im Spielaufbau verletzungsbedingt für das alles entscheidende Schulturnier nicht zur Verfügung stand. Er unterstützte die Mannschaft nach besten Kräften und lautstark, konnte dies leider aber nur von der Bank aus und nicht aktiv auf dem Spielfeld tun. Das war sicher ein herber Verlust an Qualität und Spielstärke…

Nahezu fehlerfrei agierten unsere Jungen in ihrem ersten Spiel gegen einen Mitfavoriten, das Team des Gymnasiums Mühlhausen (Vorjahressieger und Bundesfinalteilnehmer in der WK II!). Mit 13:7 fiel das Resultat wesentlich deutlicher für uns aus, als die technisch-taktische Klasse des Gegners vermuten ließ. Gegen die kampfstarken Jungen des Gymnasiums Pößneck tat man sich bis zu Schluss schwerer, um letztendlich doch noch einen 14:12-Sieg zu sichern.

Abschließend ergab die „Turnierdramaturgie des Zufalls“ oder des „Losens“ der Spielabfolge ein echtes Finale, in dem man dann dem ebenfalls bis dato ungeschlagenen Team der RS Eisenach recht klar mit 17:10 unterlag. Dem Sieger unsere Anerkennung und beste Wünsche zum Bundesfinale. Da es sich bei dieser Schule um die Eisenacher Schule mit Handball-Orientierung – also mit akzentuierter Handball-Ausbildung im Unterricht und im außerunterrichtlichen Sport – handelt, musste und konnte man aber recht schnell mit der Niederlage leben. Wir hatten mit Maximilian Remde (12 Tore) einen der herausragenden Spieler des Turniers im Team. Ebenso zeichneten sich durch tollkühne Aktionen Tobias Marr (7 Tore) und Sebastian Kühne (6 Tore) aus: Ihre Sprungfallwürfe waren sehenswert. Zu den Top-Torschützen gehörte auch der überzeugende Linkshänder Lucas Roth (7 Tore). Das Team wurde komplettiert durch die jederzeit gut mitspielenden Alexander Ritz (3 Tore), Marc-Philipp Staniszewski (1 Tor), Sebastian Stickert (1 Tor) sowie Benedikt Kraus und die solide haltenden Torhütern Steve Händel und Marcus Liebsch…

Zweimal Silber zum Landesfinale ist sehr gut - die verpasste Chance auf die neuerliche Bundesfinalteilnahme zugleich bitter. Für uns handballverrückte Jungen und Lehrer des Schiller-Gymnasium steht aber schon jetzt wieder fest: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Im nächsten Jahr werden wir wieder mit voller Konzentration angreifen…

Zudem haben wir mit den qualifizierten Jungen und Mädchen in der WK IV (Klasse 5-7) noch zwei Regionalfinal-Turniere im Handball (beide am 12.5.2009) vor uns und den künftigen Nachwuchs für die höheren Klassen (mit weiterführenden Turnieren bis zum Bundesfinale) gesichert, wozu unsere Handball-Schul-AG und der Partnerschaftsvertrag mit dem größten Sportverein unserer Stadt, dem HSV Weimar, einen wesentlichen Beitrag leistet…

Vielen Dank an dieser Stelle an die Handball-Übungsleiter des HSV, Frau Jerrie und Herrn Fünfarek-Boden; denn jeweils sieben von elf Spielern unserer Schulauswahlteams Jungen WK III und II sind Vereinsspieler. Einige von ihnen wurden erst im Schulhandball entdeckt, gefördert und für den aktiven Handballsport im Partnerverein begeistert. Kürzlich erst solche Talente wie Philippos Paul Thönes, Jonathan Lange, Maximilian Schmidt und Paul Schaarschmidt (WK III) sowie Steve Händel, Marcus Liebsch, Lucas Roth und Marc Philip Staniszewski (WK II).









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