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Samstag, 09. November 2019, 07:17 Uhr

Von: Ottilia Voigt und Emilia Schaaf



Mittwoch 25.09.
Am Mittwoch, den 25. September begaben sich die Grundkurse der Fachrichtungen Sozialkunde und Geographie der 12. Klasse gemeinsam mit Frau Becker und Frau Keil auf die Studienfahrt nach Berlin. Für die nächsten drei Tage war ein volles Programm geplant.
Unsere Reise startete am Mittwochmorgen gegen 8:15 Uhr am Weimarer Bahnhof, von dort aus reisten wir mit dem Zug nach Berlin und erreichten unser Ziel um 10:30 Uhr.
Zunächst ging es in unser Hotel, in welchem wir unser Gepäck ablegten, um uns dann wieder auf den Weg in Richtung Innenstadt zu begeben. Einen Termin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatten wir erst um 14:00 Uhr, also blieb davor noch etwas Zeit, sich in der Stadt umzuschauen.
Im Bundesministerium angekommen, wurden wir herzlich von Frau Schultheiß, einer Entwicklungshelferin und Referentin für globales Lernen, empfangen und in einen Seminarraum geführt. Zunächst erwartete uns ein Vortrag über das Ministerium im Allgemein und Einblicke in dessen Arbeit, beispielsweise die Nachhaltigkeitsziele, welche in einem Weltzukunftsvertrag festgelegt wurden, um so das Leben und die Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern. Nach dem Vortrag wurde uns ein Kurzfilm zum Planspiel Zawadi gezeigt, welcher als Einstieg dienen sollte. Bei dem Planspiel ging es darum, erhaltenes Geld für die Rettung des Nationalparks in fiktive Projekte zu investieren. Dafür wurden wir in einzelne Gruppen unterteilt, wie z.B. Bevölkerungsvertretung und Nationalparkverwaltung,  um die Positionen und Vorstellungen der jeweiligen Interessenparteien herauszuarbeiten. Zum Schluss wurde das Planspiel ausgewertet, bevor wir den Nachmittag und Abend zur freien Verfügung hatten, bis wir um 22 Uhr geschafft in unsere Betten fielen.

Donnerstag 26.09.
Unser zweiter Tag in Berlin begann früh am Morgen. 7:30 Uhr trafen wir uns beim Frühstück um eine Stunde später Richtung Berliner Innenstadt aufbrechen zu können. Gerade noch pünktlich erreichten wir schließlich kurz vor 9:00 Uhr den deutschen Dom. Es handelt sich dabei um ein Gebäude, was nur noch äußerlich das Bild einer Kirche vermittelt. Der Innenraum hingegen wurde in ein Museum umgewandelt, welches in verschiedenen Abschnitten den Weg zu unserer deutschen Demokratie vermittelt. Bevor wir uns diesem Teil des Domes jedoch ausführlicher widmeten, wurden wir in einen Raum geführt, welcher dem Bundestag nachempfunden war. Hier fand ein Rollenspiel statt, bei welchen wir Bundestagsabgeordnete verschiedener Parteien darstellen sollten. Um ihre Arbeit besser nachvollziehen zu können, diskutierten wir den Gesetzesvorschlag der Linken Partei, ob das Wahlalter auf 16 herabgesetzt werden sollte. In den Reden stellte sich heraus, dass der Großteil gegen diese Änderung war, weshalb sie letztendlich abgelehnt wurde. Anschließend hatten wir Gelegenheit das Museum zu besichtigen, bevor wir uns Richtung Reichstag zum Paul-Löbe-Haus auf den Weg machten.
Nach ausführlichen Sicherheitskontrollen, erwartete uns dort ein Mittagessen, bevor wir in einem Seminarraum ein Gespräch mit Frau Tillmann führten. Antje Tillmann ist eine Bundestagesabgeordnete der CDU, durch welche uns die Fahrt nach Berlin ermöglicht wurde. Sie berichtete uns von verschieden Themen, über die in der vergangenen Woche diskutiert worden war, wie zum Beispiel das Klimapaket mit welchem 50 Milliarden Euro gegen den Klimawandel beschlossen wurden und beantwortete unsere Fragen.
Anderthalb Stunden später, nach dem uns Frau Tillmann verlassen hatte, um zur Plenarsitzung zurück zu kehren,  stellte sich Sebastian Scholz als Vertreter des Journalistenverbandes vor und brachte uns mittels einer Präsentation den Beruf eines Journalisten und dessen Aufgaben etwas näher. Wir erfuhren unteranderem, dass es einen Pressekodex gibt, an welchem sich seriöse Journalisten halten. Die erste Ziffer erinnert dabei auch stark an den ersten Artikel unseres Grundgesetzes, was die Intension dieses Kodex verdeutlicht: „Die Achtung von der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberstes Gebot der Presse“.
Abschließend hatten wir die Gelegenheit, im daneben liegenden Reichstag die gläserne Kuppel zu besichtigen. Auch hier durchliefen wir strenge Sicherheitskontrollen, wurden aber anschließend mit einer tollen Aussicht über Berlin belohnt.
In den Abendstunde, nach diesem ereignisreichen Tag, hatten wir schließlich noch etwas Zeit, in kleinen Gruppen erneut unsere Hauptstadt zu erkunden, bevor wir uns wieder im Hotel einfanden, um ausgeschlafen in den nächsten Tag starten zu können.

Freitag 27.09.
Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg in Richtung des Bundesministeriums der Verteidigung. Zuvor besichtigten wir außerdem noch die Gedenkstätte des Deutschen Widerstands, welches direkt neben dem Ministerium liegt und als Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus eingerichtet wurde. Im Ministerium erwartete uns zunächst eine Sicherheitskontrolle beim Betreten des Gebäudes, bevor wir uns im Inneren einen Vortrag zur Arbeit des Ministeriums und der Bundeswehr anhörten. Dieser wurde von Oberstleutnant Scharnhorst gehalten. Dabei sprach er unter anderem über Einsätze der Bundeswehr, die Sanitätsdienstliche Versorgung und die allgemeine Personalentwicklung der letzten Jahre. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, Fragen zu unterschiedlichen Themen zu stellen, wobei besonders das Thema der Wehrpflicht im Fokus stand, aber auch wie die Bundeswehr Menschen für sich werben kann.
Nachdem alle unsere Fragen, soweit wie dies möglich war, beantwortet waren, war das letzte Ziel für den Tag das Ehrenmal auf dem Außengelände des Ministeriums. Dort wurden uns einige geschichtliche Hintergründe und Bauweise des Ehrenmals genauer erläutert.
Bevor wir uns dann auf die Heimfahrt begaben, standen uns noch zwei Stunden zur freien Verfügung, in welchen wir nochmal in die Innenstadt Berlins fuhren. Die Heimfahrt verlief sehr entspannt und ruhig, da fast jeder von den letzten Tagen müde und erschöpft waren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Exkursion nach Berlin zwar anstrengend war, trotz dessen aber sehr interessant und spannend verlief. Wir konnten viel Neues über die Ministerien und die Bundeswehr lernen und interessante Gespräche führen und natürlich viele Fragen stellen. Damit waren es ein sehr bereicherndes Erlebnis, in denen wir unsere Politik, sowie unsere Bundeshauptstadt näher kennen lernen durften.










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