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Dienstag, 22. Juni 2010, 15:21 Uhr

Von: Dr. Heidrun Schorcht



Endlich, nach sieben Jahren gemeinsamen Englischunterrichts, gibt es den Praxistest: Wir machen eine Studienfahrt  nach  Hastings und London.  Hastings also, Schauplatz der Schlacht, die die Geschichte der Insel in neue Bahnen lenkte, bedeutender Hafen und Schmugglernest – was könnten wir alles sehen und begreifen.  Und London- keine Chance in zwei Tagen auch nur die allerwichtigsten Orte zu besichtigen. Überlassen wir uns also der Erfahrung des Reiseveranstalters Senlac Tours und erweitern  das Programm nur durch den Besuch einer Aufführung im Globe Theatre.
Am Montag  Stadtrundfahrt in London: Während Busfahrer Thomas unseren Reisebus souverän durch den Londoner Stadtverkehr lenkt, gibt er fundierte und kurzweilige Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Oft enden sie mit dem Hinweis: Das könnt ihr euch später mal  in Ruhe ansehen.  Wir tun unser Bestes um Zeit und Gelegenheit für eine individuelle Erkundung der Metropole zu schaffen, aber die schiere  Größe der Stadt und der nächste Programmpunkt  „Shakespeare and Dickens Walking Tour“ setzen der Freizeit enge Grenzen. Die geführte Tour durch die City of London erweist sich als ein Erlebnis für Interessierte: Hier also hat Shakespeare vermutlich logiert und dort empfing Dickens die Eindrücke, die er in seinen Romanen verarbeitete. Wer dem Vortrag nicht immer folgen kann, folgt  zumindest dem Guide zu Orten, die man als Tourist allein kaum findet.
Am Dienstag gibt es zur Entschädigung  eine Wanderung auf  den Klippen von Beachy Head,  Sonne Wind und spektakuläre Ausblicke.  Am Nachmittag sieht das Programm einen Besuch in den Schmugglerhöhlen vor. Einhellige Meinung danach: billiges Spektakel, nichts für uns.  Dann Freizeit: Hastings wird auf eigene Faust erkundet.
Der Mittwoch ist ganz der Kultur gewidmet:  Besuch einer Aufführung von Macbeth im Globe oder Besuch in einem Museum. Zur Auswahl stehen das Museum of London und das Imperial War Museum. Im Globe verwandeln sich viele unserer Schüler in Mitspieler.  Als verdammte Seelen verfolgen sie die Aufführung aus der Hölle, sind der Willkür der drei Hexen und des betrunkenen Pförtners ausgesetzt. (Siehe Fotos)
Was für eine Erfahrung!  Die Aufführung ist beeindruckend, sie ist spannend und wir können tatsächlich dem Geschehen auf der Bühne ohne Schwierigkeiten folgen. Die Englischlehrerin ist zufrieden. 
Am Donnerstag studieren wir Aspekte des Alltagslebens der Briten und eine nur halb gefüllte Fähre und sonniges Wetter sorgen für eine entspannte Überfahrt  zurück auf den Kontinent.









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