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Mittwoch, 18. März 2009, 21:03 Uhr

Von: Mechthild Herzog



Teamarbeit

"Das bin ich!" - Selbsteinschätzung

In den vergangenen Wochen sind die Schüler der Klassen 8a und 8b ihrer beruflichen Zukunft einen Schritt entgegengegangen: Mit der Unterstützung von Frau Laskowski und Frau Scharf vom Bildungswerk der Thüringischen Wirtschaft setzten sie sich mit ihren Fähigkeiten, ihren Schwächen und Stärken in verschiedenen Bereichen auseinander – der 18.03.2009 war für die Klasse 8b ein Projekttag, der Bezug nahm auf den Berufswahlpass, welcher seit nunmehr vier Jahren in den siebten Klassen unserer Schule eingeführt wird und der die Schüler auf längere Zeit begleiten soll im Prozess der ernsthaften Berufswunschbildung. So legt in der siebten Klasse jeder einen Ordner – den Berufswahlpass nämlich – an, in dem sich im Laufe der Jahre verschiedene Dokumente, Tests, Einschätzungen und Erfahrungen sammeln lassen und so zuverlässige Unterstützung leisten auf dem Weg der Bildung einer eigenen Meinung zu verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Nach der Einführung dieses Passes in der siebten Klasse, erfolgen in der achten Klasse weiterführende Projekttage – hier ermitteln die Schüler mit Betreuung ihre Kompetenzen und auch schon erste Interessenbezüge. In der neunten Klasse gilt es dann, den Ordner selbstständig weiterzuführen, wie dies in der 7. und 8. Klasse vermittelt wurde; zu entsprechenden Fortsetzungen bietet zum Einen das Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft verschiedene Aktionen und Projekte an, zum Anderen soll aber auch von den Klassen und Schülern selbst Engagement ausgehen: So besuchte zum Beispiel die Klasse 8a die Bauhausuniversität, das städtische Klinikum steht für Juni auf dem Plan (in beiden Einrichtungen sind Eltern der Schüler tätig), ferner erlebte die jetzige Klasse 9c zu Beginn des Schuljahres drei Projekttage mit unterschiedlichen Referenten zu eben jenen Themen, die durch den Berufswahlpass angesprochen und vergegenwärtigt werden sollen. Es hat sich gezeigt: Wenn innerhalb einer Klasse einmal das Interesse an Projekten wie dem Berufswahlpass geweckt ist, so erfolgen vielfältige Aktionen – was sowohl Schüler als auch Lehrer und Eltern betrifft und bereichert.

…Und dieser Pass zahlt sich aus: In immer mehr Betrieben ist er bekannt, und kann ein Bewerber ihn vorweisen, so hat er damit nicht selten schon ein gewisses Fundament auf dem Weg zur Einstellung gelegt. Zudem hat er durch den Berufswahlpass etwas im Bewerbungsprozess Entscheidendes gelernt: Nicht nur die eigenen Schwächen kann er benennen (was wenigen schwer fällt), er kennt auch und gerade seine Stärken – und kann vielleicht sogar in seinen Schwächen den einen oder anderen Vorteil entdecken (so ist ein ruhiger Charakter kein Zeichen von Desinteresse oder gar Unfähigkeit, viel mehr kann ein ausgeglichener Charakter vielfach konstruktiv und konsequent an der Erfüllung und Durchsetzung einer Aufgabe arbeiten).

Und so können alle am Berufswahlpass Beteiligten reinen Gewissens sagen: Nicht für die Schule – für das Leben!









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