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Donnerstag, 12. März 2009, 16:32 Uhr

Von: Mechthild Herzog



Es ist soweit – eine weitere 12er-Generation des FSG schaut (mehr oder minder zufrieden) zurück auf eine Vielfalt am Seminarfacharbeiten und konstatiert: „Das ist vorbei!“

Am 20.März 2009 laufen die letzten Kolloquien – und dann ist es an den jetzigen 11ern, zu beweisen, was es heißt, zum ersten Mal allein eine fundierte, ausführliche Facharbeit zu schreiben.

 Obgleich er schon viele Seminarfacharbeiten gelesen und wohl ebenso viele Kolloquiuen gesehen hat, ist Herr Stade, u.a. Seminarfachlehrer des FSG, auch in diesem Jahr begeisterungsfähig, aber auch mitunter enttäuscht gewesen. „Überrascht wird man immer wieder“, so berichtete er, „Mit welcher Begeisterung und welchem Aufwand Schüler ihre Arbeiten präsentieren, verblüfft mich immer wieder. Als Lehrer erkennt man dann, was so in einem jungen Menschen steckt,  wozu er fähig sein kann, wenn er sich selbst (und mit Hilfe aller Betreuer)  motiviert und eine Leistung von sich selbst abfordert, die er anfangs nicht zu leisten vermochte bzw. nicht erbringen wollte.“ Dieses Nicht-Erbringen-Wollen begegnete den Lehrern in diesem Jahr allerdings auch: „Wenn Schüler uns Artikel in ihren Arbeiten vorlegen, die zu 90% reine Plagiate sind und dann noch darüber diskutieren wollen (Punktehascherei). Das finde ich schon außergewöhnlich.“ Sehr vielfältig seien also die Ergebnisse der Schüler gewesen, ebenso umfangreich wie die qualitative Spannbreite.

Als besondere Höhepunkte nannte Herr Stade die Kolloquien zu den Themen „Hanf“ und „Schwangerschaftsabbruch“- allerdings, so äußerte Herr Stade, hätten leider nicht alle Gruppen die ihnen gebotenen Möglichkeiten genutzt und alles vorhandene Potential ausgeschöpft, hingegen war er positiv überrascht über einige Schüler, die – gerade im Kolloquium – über sich hinausgewachsen sind. Über die gegebenen formalen Grenzen wollten Einige hinaus – die Seminarfachlehrer mussten mehrfach Themeneinschränkungen anraten und zur Einhaltung der Seitenzahlen sowie dem Konkretisieren der Teilthemen mahnen.

Insgesamt schließlich zieht Herr Stade das folgende Fazit aus der diesjährigen Seminarfach-Generation:

„Jeder Schülerjahrgang ist anders, und so machen wir als Lehrer auch neue Erfahrungen und nehmen auch so manche versteckte Kritik auf. Wir lernen unsere Schüler in diesem Zeitraum von einer uns unbekannten Seite (wie Hobbys, Interessen, Berufswünsche)  kennen und ihre geleistete Arbeit zu schätzen. Mir persönlich geben die Schüler immer wieder neue Impulse für meine Arbeit und inspirieren mich zu neuen Themen. Alles in allem kann man sagen, dass der diesjährige Abiturjahrgang – im Bereich des Seminarfachs- sehr unterschiedliche Ergebnisse hervorgebracht hat. Der größte Teil unserer Schüler/Innen war sich der Bedeutung dieser Facharbeit bewusst und hat auch dementsprechend gearbeitet. Für einen kleineren Teil war diese Arbeit belastend und unwichtig – ihre Motivation kann ich leider nicht nachvollziehen. Für den kommenden Abiturjahrgang würde ich mir wünschen, dass alle Schüler/Innen sich frühzeitig  dieser Aufgabe stellen und sich entsprechend engagieren.“

 Engagement, Motivation sowie rat- und tatkräftige Unterstützung – das wünschen wir den momentanen 11ern auch; der diesjährige Abiturjahrgang aber ist wohl hauptsächlich froh, diesen Teil seiner schulischen Laufbahn abgeschlossen und hinter sich gebracht zu haben. Dennoch stimmt wohl: Die Seminarfacharbeit bietet eine gute Möglichkeit, selbstständig festzustellen, wie weit man gehen kann und will, wenn es eine wissenschaftliche Facharbeit zu erstellen und vorzustellen gilt. Wünschen wir auch dem Abiturjahrgang des nächsten Jahres diese Erfahrung!









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