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Mittwoch, 04. Februar 2009, 18:00 Uhr

Von: Mechthild Herzog



Tim Bansemer und Alexander Ritz

„Höfliche Worte vermögen viel und kosten wenig.“ Offenbar kannten etliche Jugendliche dieses Sprichwort, als sie am Donnerstag, dem 29.01.2009, in der Musäus-Regelschule zusammenkamen – und wenn sie es vielleicht auch nicht wörtlich hätten zitieren können, so war ihnen doch offenbar dessen Inhalt bewusst: Worte sind stark. Sie bewusst zu wählen und so ihre Kraft zu entfalten kostet allerdings durchaus nicht wenig – Vorbereitungszeit und einige Nerven forderte auch der diesjährige Wettbewerb „Jugend Debattiert“, und seine Ergebnisse bewiesen, dass beides investiert worden war: Größtenteils hochwertige Debatten zu verschiedenen Themen machten es jenen Schülern und Lehrern, die sich bereit erklärt hatten, als Juroren am Wettbewerb teilzunehmen, nicht einfach, sich auf Bewertungen und Platzierungen zu einigen. Aber schließlich gelang es doch, aus den Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulen jeweils die zwei Besten aus der Sekundarstufe I und II zu bestimmen – unter ihnen sind auch zwei Schüler des FSG: Alexander Ritz (Klasse 9) wurde in der Sekundarstufe I Zweiter, Tim Bansemer sprach so überzeugend, dass er in der Sekundarstufe II auf Platz 1 landete.

Tim nahm dieses Jahr bereits wiederholt (und wiederholt erfolgreich) am Wettbewerb teil, Alexander hingegen war das erste Mal dabei – umso mehr überraschte ihn, dass die Konkurrenz eben doch nicht stärker war als er. Und dabei hatte er vor dem entscheidenden Tag erst einmal in einer Debatte mitgeredet. Dass er auf dem Gebiet der Rhetorik Talent hat, ist ihm bereits von Deutsch- und Geschichtslehrern bestätigt worden – nun hat er schwarz auf weiß den Beweis: Er ist eine Runde weiter und hat zudem ein Seminar gewonnen, in dem er gemeinsam mit anderen Erst- und Zweitplatzierten des deutschlandweiten Wettbewerbes mehr lernen wird über das Debattieren und das Reden im Allgemeinen – welches nicht nur für Redewettbewerbe wie „Jugend Debattiert“ erstrebenswert ist, sondern allgemein im Leben weiterbringt, so Alexander. Was er sich von der nächsten Runde erhofft? „Dass ich noch mehr lerne.“ Er mache sich keinen Druck, dass er weiterkommen sollte, so sagt er, er wolle sich nicht selbst überschätzen – wünschen wir ihm, dass diese Haltung ein weiteres Mal funktioniert (denn an die letzte Runde ist er nicht anders herangegangen), ebenso wünschen wir Tim und allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern größtmögliche Erfolge. Denn jedes Wort ist Gewinn. Und gleich, wer am Ende nach Berlin fährt, um dort am Bundesfinale teilzunehmen – jeder von ihnen hat gezeigt, dass unsere Jugend in der Lage ist, sich auszudrücken, und dass es gewiss nicht an unserer Generation liegen wird, dass die Schönheit der Sprache und die Kraft des Wortes verloren gehen.









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