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Was wäre eine Monarchie ohne König? Oder eine Diktatur ohne Diktator? Eine Republik ohne Republikaner?
-    Und was wäre eine Demokratie ohne politikbewusste Bürger?
Alle diese Fragen lassen sich gleich, nämlich mit einem Wort beantworten: Nichts.
Um unsere Demokratie aber nicht zu einem Nichts werden zu lassen, bedarf es der politischen Bildung der Bürger – und wo sollte diese besser an- und einsetzen als in der Schule?
Zu diesem Zweck ist ab der 9. Klasse der Sozialkundeunterricht Teil des Lehrstoffs, der jedem Schüler unserer Schule auferlegt wird. Dieser Unterricht beginnt mit der Klärung des Begriffs „Demokratie“ und der Frage, in welchen Instanzen sich Demokratie widerspiegelt; ferner geht der Lehrplan der 9. Klasse auf Kommunal- und Regionalpolitik ein und setzt sich mit der Rolle der Massenmedien auseinander. In der 10. Klasse folgt dann die Politik der Bundesrepublik Deutschland im Allgemeinen – mit ihren Verfassungsorganen, Wahlen, Parteien etc. – ferner kommt das „Haus Europa“ zu Sprache und somit die internationale Politik mit Krisen, Frieden sowie seiner Sicherung und Bündnissen (konkret der Rolle von NATO und UNO). Das Kurssystem beginnt in der 11. Klasse mit der Klärung des Grundbegriffes „Sozialisation“, geht dann über zum sozialen Handeln im Alltag, zur Lebenswelt und Politik in der pluralen Gesellschaft, zur Sozialstrukturanalyse, den Grundproblemen der Sozialpolitik und schließlich dem sozialen Wandel. Die 12. Klasse schließt den Kreis durch eine erneute, allerdings vertiefende Behandlung des Begriffes „Demokratie“ – mit der Entwicklung derselben, verschiedenen demokratischen Theorien und dem konkreten Vergleich der DDR zur BRD. Dann spielt noch einmal internationale Politik eine Rolle – auf die Entwicklungspolitik folgt eine genauere Betrachtung der Europapolitik, womit das Kurssystem schließt.
Selbst wenn man ab der 10.Klasse kein Sozialkunde mehr hat, ist man also dennoch über die Grundlagen unseres politischen Systems unterrichtet, wenngleich das Kurssystem sich mit vielen Problemen genauer beschäftigt, tiefgehender hinterfragt und vor allem neben der Vielzahl an Fakten eine größere Ebene zur Meinungsbildung bietet.

Alljährlich bemühen sich Sozialkundeklassen und –kurse des FSG aber nicht nur um das „Abarbeiten“ des Lehrplans, sondern auch um eine praktische Umsetzung: So finden alljährlich kurz vor Weihnachten Sammelaktionen für die Weimarer Tafel statt, außerdem gibt es Sportturniere für wohltätige Zwecke…
Auf diesem Weg sollen die Schüler des FSG zu bewussten Mitgliedern „ihrer“ Demokratie gebildet werden – mit einer Meinung und der Bereitschaft, sich für diese Demokratie und jene, die in ihr leben, einzusetzen.

       

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